#9 Urlaub mit Kids – Höllenritt mit Meerblick
Höllenritt mit Meerblick
24.04.2026 59 min Moms on the Edge
Zusammenfassung & Show Notes
Urlaub mit Kindern klingt oft nach Sonne, Meer, entspannten Familienmomenten und ganz viel Quality Time.
Die Realität?
Kofferchaos, Snacks für alle, Sonnencreme-Diskussionen, lange Autofahrten mit der immer gleichen Musik, gelangweilte Kids und wir Mamas, die sich danach fragen, warum wir eigentlich noch erschöpfter sind als vorher.
Wir fragen uns: Warum fühlt sich Familienurlaub manchmal eher wie Alltag an, nur an einem anderen Ort? Warum erinnern wir uns an unsere eigene Kindheit oft so viel entspannter, als wir Urlaub heute mit unseren Kindern erleben? Und warum braucht man nach einer Woche Familienurlaub manchmal erstmal wieder ein paar Tage zum Runterkommen?
Wir sprechen über unsere letzten Urlaube, Solo-Trips ohne Kinder, das schlechte Gewissen dabei, unterschiedliche Vorstellungen von Erholung und darüber, warum Urlaub mit den richtigen Menschen oft alles verändert.
Wie immer landen wir bei dieser einen wichtigen Erkenntnis:
Alleine ist alles schwerer. Im richtigen Rudel wird selbst das größte Urlaubschaos schön.
Alleine ist alles schwerer. Im richtigen Rudel wird selbst das größte Urlaubschaos schön.
Natürlich wollen wir von euch wissen:
Wie sieht euer Urlaub mit Kindern aus?
Erholung oder Ausnahmezustand?
Hotel oder Ferienwohnung?
Struggelt ihr auch manchmal so wie wir? Dann können wir euch beruhigen:
Ihr seid nicht allein!
---
Transkript
Um dann zu realisieren, dieser Moment wäre niemals so schön, wenn jetzt gerade die Kinder dabei wären und sie das überhaupt nicht interessieren würde, ob da jetzt die Sonne grad so schön untergeht.
Aber man wünscht sich trotzdem, das mit den Teilen zu können.
Ja.
Aber ja, es geht eigentlich nicht.
Wir haben uns mit der Situation lange überfordert und allein gefühlt, bis wir uns kennengelernt haben und gemerkt haben,
okay, krass, anderen geht es echt auch so.
Also, falls ihr gerade alleinerziehend seid und euch manchmal alles über den Kopf wächst und ihr mental struggled, dann seid ihr hier genau richtig.
Wir sprechen über Tabus, über die Scham, die uns begleitet, Angst vorm Scheitern, Wut und auch Überforderung.
Und über dieses ständige Gefühl, funktionieren zu müssen.
Obwohl es an allen Ecken und Enden brennt.
Wichtig, wir sind keine Expertinnen.
Uns geht es auch nicht um Diagnosen oder schlaue Ratschläge.
Wir wollen lediglich unsere Story teilen und vielleicht erkennst du dich an der einen oder anderen Stelle wieder.
Ich bin Iri.
Und ich bin Karo.
Und zusammen sind wir Moms on the Edge.
Eigentlich wollten wir heute darüber reden, was für ein Schietwetter ist.
Und jetzt guck mal raus.
Jetzt ist schönster Sonnenschein.
Richtig, richtig schön.
Und warm vor allem auch.
Ja, es ist einfach crazy Aprilwetter.
Heute Morgen war es ja richtig kalt.
Ich habe total gefroren.
Die Kids haben gefroren.
Ich fand es super kalt und jetzt ist es richtig schön draußen.
Und gestern auch noch mit Regenschirmen draußen gewesen und so.
Ja, eklig.
Also Sonntag und Montag hat es total, war eklig.
Ja, es ist April halt.
Aber ich bin ja auch so ein Aprilkind.
Ich habe das Gefühl, der Monat spiegelt mich ganz gut wieder.
Hin und her, auf und ab.
Wechselhafte Gefühle.
Ja, bist du auch so wetterfühlig?
Ich glaube nicht.
Na ja, gestern hatte ich das Gefühl, es ist wieder Herbst.
Aber so ein Herbstvibe.
Ich glaube, ich bin schon wetterfühlig.
Ich bin schon wetterfühlig, aber ich wollte sagen, ich merke das nicht so in den Knien oder so.
Es gibt ja auch Menschen, die dann Kopfschmerzen bekommen.
Ich meine schon von der Gefühlslage und von deiner Stimmung her.
Dann ja.
Ich auch.
Also ich bin schon sehr wetterfühlig.
Ich bin dann so, ich brauche das auch wirklich richtig cozy dann.
Ich muss mich ausruhen.
Wenn das Wetter dauerhaft schlecht ist, stellt sich schnell so eine Debris-Stimmung auch bei mir ein.
Wenn es jetzt mal ein, zwei Tage ist, dann geht das schon klar.
Ich fokussiere mich sehr doll auf die Wetter-App und auf die Aussichten in den nächsten Tagen.
Dann geht es halt irgendwie wieder.
Ich habe immer oft das Gefühl, ich merke das erst, wenn dann wieder die Sonne scheint.
Dass ich denke, das hat gefehlt.
Oh man.
So und davor ist einfach innerlich grau, ohne dass ich da den Finger drauflegen könnte.
Ich finde das voll witzig, diesen Vergleich gerade, weil du hast ja im April jetzt Geburtstag gehabt.
Du sagst, ich bin wie dieser Monat.
Ich bin dieser Monat quasi.
So wechselhaft.
Ja, wir kennen es.
Also ich habe auch eine richtig lustige Story dazu.
Wir wurden ja irgendwie so angeteasert Anfang März.
Da war ja das Wetter so krass und da ging es mir ja aber nicht so gut damit.
Da habe ich mich irgendwie so alt und einsam gefühlt und habe so gedacht, boah, und bei allen geht es so los mit den Frühlingsgefühlen.
Und bei mir ist so Totentanz angesagt.
Und da in der Zeit habe ich dann meine Sommerbekleidungskiste aus dem Keller geholt.
Ja, ich habe sowas.
Wir haben halt irgendwie wenig Platz für so, einfach wenig Schrankplatz, würde ich sagen, mit drei Leuten.
Und ich wechsle dann halt schon immer ganz grob so die Sommer gegen die Winterkleidung.
Voll gut.
Ja, wenn das so klappen würde, weil diese Kiste habe ich hochgeholt mit dem Ziel, dass die da maximal ein bis zwei Tage steht.
Und jetzt steht die da.
Loll.
Es ist halt so eine Plastikbox, so eine ganz große.
Ich würde gerade sagen, die ist riesig.
Und die ist so riesig wie dein Flur.
Das sind diese klassischen Ikea-Boxen mit Deckel und die großen haben dann auch Räder unten dran.
Und das ist so eine und das ist die größte, die es gibt.
Wie hast du die denn überhaupt aus deinem Keller gewuppt?
Ja, das ist eine gute Frage.
Das ist schon immer krass, weil ich kann die auch nicht so richtig umfassen mit beiden Händen.
Vor allem mit deiner Schulter oder?
Na, das war vorher.
Ah, ja, okay.
Vielleicht war das der Auslöser.
Nein.
Na ja, jetzt steht diese Kiste da.
Ich weiß nicht, was ich machen soll, weil ich kann mich ja auch jetzt noch nicht darauf verlassen,
die ganzen dicken Jacken wegzupacken und irgendwie Kleidchen in den Schrank zu hängen.
Du kannst noch bis Juli warten, wahrscheinlich.
Ja, das kann sein.
Also die Wetterlage ist auf jeden Fall noch nicht beständig.
Aber das mit den Kisten kennst du ja auch ganz gut.
Kisten im Flur kenne ich auch sehr gut, ja.
Ja, da stehen schon eine ganze Weile Dinge, die ich mal so aussortiert habe und mal zur Müllabfuhr bringen müsste,
weil ich weiß nicht, ich bin da so ein ordentlicher Bürger.
Ich wohne zwei Jahre...
Du wohnst im feitschen Bezirk.
Ja, ich glaube auch.
Ja, ich mülle nicht die Straße voll mit meinen alten Fernsehern und anderen elektronischen Sachen oder Matratzen,
was ja auch viele Leute hier gerne machen.
Ich mülle meinen Flur zu und denke dann, ja, ja, das organisiere ich dann mal.
Da muss ich dann mal jemanden fragen, der das mit mir fährt und so.
Aber ich habe es auch einmal schon gemacht und dann war die Person an mir bist,
dass sie wegen so einem Kiki-Fax-Sens extra zum PSR gefahren sind.
Wir können auch gerne mal durchschauen, dann fahre ich mit dir.
Ich meine, es ist ja auch wirklich ganz in der Nähe.
Ja, es ist wirklich nur ein Orga-Thema, aber die stehen dann da
und dann ist es für mich halt so ein To-Do für Zukunftskarot.
Wie lange geht das schon so? Wie lange ist das schon ein To-Do für Zukunftskarot?
Ja, don't ask.
Ich liebe dich.
Oh man, oh man.
Ja, also wir können das ja gerne mal angehen.
Das kriegen wir schon hin.
Vielleicht können wir erst mal durchgucken, damit ich beurteilt habe, ob das wirklich Pipifax ist.
Vielleicht ist da noch Kinderspielzeug dabei.
Also es gibt so eine grobe Verabredung mit meinem Vater, das mal irgendwann zu machen,
weil auch die Überlegung im Raum steht, ob jetzt hier ein Sessel, den ich habe, auch mit rausfliegt oder nicht.
Aber ich glaube, von dem kann ich mich noch nicht so richtig trennen.
Und ob man dann eben ein größeres Auto nimmt und so.
Aber ich glaube, wenn ein kleiner Teil davon weg ist, dann wäre das auch schon mal ein super Fortschritt.
Ja, das glaube ich.
Und es gibt einem ja auch so ein bisschen Urlaub im Kopf.
Kennst du das, wenn du Sachen aussortiert hast und die sind dann wirklich weg, fühlt man sich irgendwie leichter.
Ja, total.
Apropos Urlaub, bist du eigentlich ready für den Urlaub?
Ja, immer.
Also wir machen ja dieses Jahr endlich wieder Urlaub zusammen.
Ich bin so dankbar, dass wir das schon geplant haben, weil ich bin richtig schlecht.
Eigentlich habe ich mir an meinem Geburtstag vorgenommen.
Ich habe richtig Lust auf so viele kleine Kurztrips,
weil ich auch auf Instagram eine verfolge, die immer sagt, wie easy das ist mit dem Zug oder auch so Nachtfahrten vorstellt und so.
Und dann denke ich so, ich möchte das auch mal. Ich habe alles fern weh.
Bisher habe ich noch nichts organisiert bekommen.
Du hast auch ein Kind, die hat bestimmt kein Kind am Start.
Das ist auch noch mal was anderes, finde ich.
Wenn du mehr reist, als dass du an einem Ort bist zum Beispiel, dann wird es sehr schnell anstrengend mit Kindern.
Ja, das stimmt. Aber irgendwie stelle ich mir das so richtig schön als Quality-Time.
Vielleicht romantisiere ich es auch total.
Mal so ein Wochenende in einem wellness Hotel.
Und da ist, glaube ich, da kommt dann schon der Faktor für mich rein, ja, da ist ein Pool.
Dann ist es cool, Big Pool ist cool. Weiß ich nicht.
Ich finde, ich verstehe das. Ich finde nicht, dass du das jetzt romantisierst.
Ich denke mir halt so, vielleicht ist das eher was für so ein Solo-Dolo.
Aber das besprechen wir vielleicht nochmal an anderer Stelle heute, wie das so aussieht.
Wie das aussieht mit so Solo-Ausflügen.
Auf jeden Fall hätte ich Lust, kurz Trips zu machen.
Obwohl ich auch weiß, Sachen packen, an tausend Sachen denken, Dinge buchen.
Ich bin ja so ein Spezialist auf falsche Tage zu buchen.
Oh krass.
Egal.
Ich bin auch mal sehr verkrampft damit, aber ich gucke dann auch wirklich zehnmal nach.
Das ist so, wie habe ich den Herd angelassen oder so.
Also ich gucke dann wirklich so oft und kann mich nicht selber davon überzeugen, dass ich wirklich alles richtig gemacht habe.
Ja.
Auch wild.
I know the feeling.
Ja.
Ja, aber wir fahren ja zusammen dieses Jahr einfach ganz entspannt an die Ostsee und auch nur für so eine Woche.
Ja.
Und haben da ja so das Apartment, was meine Mutter eigentlich vermietet, bekommen.
Das war die einzige noch freie Woche in den Sommerferien.
Und irgendwie...
Ich freue mich richtig doll drauf.
Ich freue mich auch zumal Urlaub mit euch auch mal am schönsten ist, muss ich sagen.
Oh, ja.
Ja, das ist einfach cool, wenn man selber halt so eine krasse Freundschaft hat und wenn die Kinder dann besties sind, dann funktioniert das schon echt gut.
Und ich finde, das passt immer so toll, weil wir beide können uns auch immer sehr gut mit meiner Kleinen auseinandersetzen.
Und die beiden großen Mädels haben sich dann so und können Zeit zusammen verbringen.
Ja, oder so gut aufteilen.
Es gibt so ein gutes Grundverständnis dafür, wie wir irgendwie den Tag gestalten wollen.
Ja, finde ich auch.
Also ich habe noch nie irgendwie so einen Konflikt, glaube ich, mit dir gehabt, wo ich so dachte, warum kocht die jetzt nicht heute mal?
Das hatten wir irgendwie noch nie, oder?
Oder hattest du das im Kopf schon mal?
Nee.
Ich auch nicht.
Ich habe dann eher mal ein schlechtes Gewissen, wie dann, okay, dann mache ich den Abwasch.
Aber nee, eigentlich.
Ich habe das Gefühl, das float irgendwie.
Finde ich auch.
Ja, und daher freue ich mich total, zumal das auch finanziell einfacher für uns ist.
Wir müssen nicht lange fahren, wir haben keine Riesenkosten, die auf uns zukommen, wie Flüge für mehrere Personen buchen.
Das unterschätzt man auch als Außenstehender mal schnell, weil du musst für zwei Personen volle Plätze im Flugzeug zum Beispiel buchen und ich für drei Personen.
Also ich bin danach eigentlich regelmäßig komplett broke.
Und das ist halt so, ja, wir setzen uns ins Auto, was wir von deinen Eltern gesponsort bekommen, weil ich habe ja nie wieder jetzt mir ein Auto besorgt, seit im Januar meins den Geist aufgegeben hat.
Ich stelle mir das so vor, dass es einfach wird.
Eigentlich muss nur das Wetter mitspielen.
Ja, wir machen uns das auf jeden Fall schön, glaube ich.
Das wird schon gut.
Aber ich habe so ein bisschen Bammel vor dem Rest der Sommerferien, weil es ist halt eine Woche.
Und was mache ich die restlichen fünf Wochen? Wie kann ich das gut gestalten?
Ich habe ja immer nur die Hälfte der Sommerferien.
Deine große, ja.
Die große, genau. Die kleine, die hat ja theoretisch keine Ferien. Die Kita ist nie zu im Sommer.
Das heißt, ich nehme sie einfach raus.
Ich mache euch jetzt alle neidisch. Es gibt keine Sommerschließzeit in unserer Kita und das ist natürlich richtig geil.
Ich versuche dann immer, meine Tochter zwei, drei Wochen rauszunehmen.
Ich würde mir dann auch wünschen, dass der Vater sie dann auch mal ein paar Tage nimmt.
Das hat jetzt letztes Jahr irgendwie ganz gut geklappt.
Da hatte er sie dann eine Woche.
Und dann war sie sonst auch noch mal zwei Wochen einfach raus aus der Kita.
So drei Wochen finde ich immer gut. Aber ich verstehe, was du sagst.
So bei fünf, sechs Wochen wird es einfach richtig kritisch.
Ja, man kriegt ja nicht so viel Urlaub, ne, einfach.
Ja.
Aber auch selbst wenn man, ja ich war ja eine Zeit lang selbstständig.
Also auch das ist ja trotzdem, wenn du dir, ich sag mal, Urlaub genehmigen kannst.
Aber irgendwie auch gleichzeitig nicht kannst.
Das ist ja, das ist schon immer eine Herausforderung.
Aber ja, schauen wir mal, was sich noch so ergibt.
Ja, ich bin auch gespannt, wie das so wird.
Also ich habe ja gerade erzählt, dass ich mir das alles so entspannt vorstelle, jetzt mit dem Sommerurlaub.
Und dann denke ich so, habe ich gerade so wirklich mich hineinversetzt in diese Autofahrt.
Und dachte so, na ja, also meine Kleine schläft ja nie und fragt gefühlt alle halbe Stunde, wann sind wir da?
Und ich muss die ganze Zeit irgendwelche Lieder von ihr auf Dauerschleife anhören.
Und richtig laut auch.
Ich nehme mir Kopfhörer mit.
Ja, das sollte ich vielleicht mal machen.
Und meine Große hat ja so Reiseübelkeit.
Also wenn man da zum Beispiel die Tablette zu spät nimmt oder Kaugummis hat sie manchmal auch,
dann ist ihr halt die ganze Zeit kurz übel nach einer Stunde Fahrt.
Und das bleibt dann auch den ganzen Tag so.
Also es ist schon immer Chaos mit einprogrammiert.
Ja, okay, aber das sind, was weiß ich, drei, vier Stunden am Stück maximal, oder?
Und das wird wahrscheinlich mit der anstrengendste Teil.
Ich muss natürlich auch gucken, was ich so einpacke.
Ich bin ja so jemand, der den ganzen Ausstand gerne mitnimmt.
Das Auto ist jetzt nicht groß.
Also es wird kuschlig.
Es wird sehr kuschlig auf dieser Fahrt.
Was sind so die wildesten Sachen, die du so mitgenommen hast und dir danach selber dachtest,
sag mal, was ist eigentlich los mit dir?
Ich glaube, so eine Schwimmflossen, die aber so mehr Jungfrauenflossen waren.
Riesige Plastdinger, wo man unten so die Füße reinsteckt.
Ich dachte, ja super, da ist ein Pool, da ist das Meer.
Das muss auf jeden Fall mit.
Und dann wurde das natürlich überhaupt nicht angeschaut.
Also das sind nicht so normale Taucherflossen gewesen?
Nee, genau.
Sondern so ein riesiges Ungetüm, oder wie?
Ja, ja, also das waren quasi, wenn man so will, zwei Taucherflossen am Stück in einem zusammen,
weil man halt immer so mit einem Meer jungfrauenflossen stimmt.
Die habe ich auch noch.
Eigentlich müssten die auch auf den Ausstand hier starten.
Die kommen dann, wenn wir an die Ostsee fahren, um aus dem Auto raufgeschneit.
Ja, das war glaube ich das Bekloppteste.
Musstest du die mitnehmen?
Gute Frage.
Na, da kommt schon auch immer viel von mir.
Ich denke so, ja die Sachen, die ich habe, die muss ich auch irgendwann benutzen,
weil wozu habe ich sie sonst?
Diese Diskussion, weiß nicht, ob ich mich dargestellt habe, muss das mit, muss nicht mit.
Wahrscheinlich habe ich das so aussortiert, aber so, dass man es sehen konnte.
Und dadurch, dass es dann gesehen wurde, war das so, ey, das muss unbedingt mit, Mama.
So ein Fail, weißt du, wo ich so dachte, nein, nein, doch nicht.
Wir haben ja schon ein paar Mal zusammen Urlaub gemacht, zweimal auch in Griechenland.
Ja.
Und ich weiß noch, also ich habe auch mal einen Riesenkoffer mit,
und dann ist da so Kleidung drin und alle möglichen Badesachen und so was,
und natürlich auch ein paar Schwimmflügel und so.
Und dann auf der anderen Seite halt sehr viele Paar Schuhe, drei Leute,
und dann mindestens zwei Paar Schuhe, da kommt schon einiges auch zusammen.
Und ich weiß noch, wie ich so deinen Koffer gesehen habe,
und dann war einfach der halbe Koffer voll mit so Büchern und Spielzeugen und so,
und ich so, what? Ist das irgendwie auf dem Kinderparadies?
Ja, das ist auch der größte Fail, glaube ich. Das kann ich mir richtig doll abgewöhnen.
Ich packe mal quasi so einen kleinen Kinderkoffer voll mit Spielzeug,
der dann auch mit ins Flugzeug kommt oder halt irgendwie so auf der Fahrt erreichbar ist.
Und das Einzige, was dann ausgepackt wird, ist so das Tablet.
Ja, natürlich.
Ich will ja dann auch mal rätseln mit meiner Tochter oder sie soll was malen oder...
Das machen wir dann immer, das Rätseln und das Malen.
Ja.
Wir sind einen Urlaub schon eher in Griechenland, da waren wir auf Rodos,
und dann seid ihr nachgekommen nach ein paar Tagen,
und dann musstet ihr mir so Windeln und so was mitbringen,
weil auf Rodos Windeln und Sonnencreme unbezahlbar sind.
Das weiß ich gar nicht mehr.
So eine normale Packung Windeln hat so 20 Euro gekostet.
Boah.
Und du und dein Ex-Partner musstet mir dann Windeln kaufen in Deutschland und wieder einpacken.
Ja, bei ihm war das auch kein Problem, das hat er locker reingepackt.
Er hatte so drei T-Shirts in zwei Hosen, noch ein paar Sandalen.
Das ist eigentlich immer praktisch für mich, da habe ich dann auch mal ausgelagert
und wurde natürlich stark belächelt, aber was soll ich machen?
Ich meine, man packt halt ein großes Strandhandtuch ein und einen Bademantel,
und dann ist der Koffer im Grunde ja auch voll.
Aber es gab noch einen anderen Urlaub, wo wir früher da waren, weil du Corona hattest.
Ja, da wären wir zusammengeflogen.
Und ihr habt dann meine große Tochter mitgenommen.
Stimmt.
Und ich konnte sie, als ich euch den Koffer übergeben habe, vor der Haustür nicht mal umarmen,
weil ich halt Corona positiv war.
Und das war noch wirklich eine heikle Phase.
Also da gab es echt noch viele Beschränkungen.
Das war nicht so cool.
Du bist dann mit deiner kleinen jüngeren Tochter noch ein paar Tage geblieben
und hast dann so einen Stunt gepult, wie ich fande.
Du bist dann nach Hamburg, um da einen günstigeren Flug oder hast das dahin umgebucht bekommen oder
ich weiß nicht, auf jeden Fall bist du am Ende von Hamburg ausgeflogen.
Ja, genau.
Und da, ja, das war auch ein, also ich habe Flugangst, muss man dazu sagen.
Und ich kriege immer fürs Fliegen starke Medikamente, beruhigende Medikamente verschrieben,
die angstlösend sind.
Die nehme ich in der Regel zum Fliegen ein.
Und es ist dann halt immer ein bisschen schwierig, weil man kann eine halbe Tablette nehmen
und dann merkst du noch alles.
Du bist voll da und du weißt aber nicht, ob du dann ängstlich reagieren wirst.
Und ich habe an dem Tag dann irgendwie den Fehler gemacht und habe sofort nachgelegt
und mir die andere halbe Tablette dann noch reingezogen.
Man war es ja auch nicht allein unterwegs.
Genau, das war heftig, weil ich hatte die Kleine in der Trage umgeschnellt und sie hatte
noch keinen eigenen Sitzplatz im Flieger.
Sie war ein Jahr alt und ich hatte sie umgeschnellt und war dann angeschnellt im Flieger.
Und ich war richtig Knockout.
Also das war ganz, ganz schlimm.
Und als ich angekommen bin, habe ich dann auch die Kofferausgabe nicht gefunden, weil
ich da einfach rumgeirrt bin.
Ja und dann war das, ich habe euch die ganze Zeit auch angerufen und habe gesagt,
ich finde diese Kofferausgabe nicht und ich bin so verwirrt, aber ihr wart auch eine
ganze Ecke entfernt.
Und dann sollte ich halt irgendwie da noch einen Taxi nehmen und ich bin einfach ans
hinterste Taxi gegangen, was in der Taxi-Schlange stand und habe geklopft und habe
halt gesagt, ja hier und hier muss ich hin und er so, gehen Sie bitte zum ersten Taxi.
Und dann bin ich zum nächsten Taxi gegangen, was in der Schlange stand und das hat sich
so durchgezogen, bis ich am ersten Taxi angekommen bin.
Also man kann sich vorstellen, so maximal verwirrt war ich und das war wirklich kein
guter Zustand.
Und als ich angekommen bin bei euch da, habe ich mir dann auch am Strand irgendwie gleich
erstmal eine Margarita reingezogen.
Das war eine coole Unterkunft, weil man musste eigentlich nicht weit laufen.
Und war direkt am Strand.
Also es war jetzt kein super fancy Spot irgendwie, aber so ich sag mal von dem Aspekt her war
es echt perfekt und auch mit den Kindern.
Für euch war es ein bisschen einfacher.
Die Kleine war ja da noch ein Jahr alt und ich hatte ja auch gerade diese Phase erst so
richtig hinter mir, wo sie halt stundenlang am Tag geschrien hat.
Und das war in der Phase, als wir in den Urlaub gefahren sind, da hat sie immer nur bis
5.30 Uhr geschlafen und dann war sie wach.
Und wir haben schon oft abends zusammengesessen, ich hatte ja auch schon abgestillt und haben
dann noch irgendwie Wein getrunken und Karten gespielt, dann auch mal irgendwie bis Mitternacht
oder länger.
Und dann musste ich halt immer um 5.30 Uhr aufstehen und das halt direkt nach dieser Corona-Erkrankung
und ich war einfach richtig, richtig nervlich fertig.
Im Urlaub haben wir auch drüber gesprochen, da hast du mir dann auch mal die Kleine abgenommen.
Und ich glaube du hast sie auch mal mit zum Strand genommen oder du hast gesagt du kannst
zum Strand gehen und ich behalte die Kleine noch ein bisschen hier.
Aber da ging es mir gar nicht gut, da habe ich halt gemerkt wie anstrengend das ist, wenn
man das die ganze Zeit alleine macht und was das auch mit einem macht, wenn man halt krank
ist.
Eigentlich war der Körper ja noch voll runtergerockt und natürlich auch hoher Alkoholkonsum im
Urlaub.
Wir hatten auch da kein Auto gemietet oder irgendwas, wir haben dann da Leute am Strand
kennengelernt, die super, super nett waren und uns mit zu Lidl genommen haben.
Die waren witzig, weil die haben gedacht, dass ihr das Pärchen seid und ich die Babys.
Ich weiß nicht, ob wir es schon gesagt haben, dein Ex-Partner war mit dabei.
Ja, genau, ne, haben wir noch nicht gesagt.
Du und ich und dann unsere drei Kinder, also deine Tochter und meine beiden.
Ja.
Und ja, genau, die dachten, dass du unsere Nanny bist oder?
Das war echt komisch.
Und meine Tochter, weil meine große ist ja schwarz, die war dann adoptiert, haben die
gedacht.
Das fanden die so super süß.
Ja, aber die waren nett, voll nett von denen auch, dass sie uns mit zum Supermarkt genommen
haben.
Ja, auf jeden Fall.
Es war halt auch so eine krasse Hitze.
Beide Urlaube waren so krank heiß einfach.
Also ich muss auch sagen, ich brauche nach jedem Urlaub mit Kindern selbst erstmal Urlaub.
Es ist wirklich anstrengend.
Ja.
Mir fällt noch eine witzige Anekdote aus diesem Urlaub ein.
Wir haben den, ich weiß nicht, ob es der einzige Nuckel war.
Auf jeden Fall brauchten wir abends ganz dringend einen Nuckel.
Na ja, wir haben dann im Grunde einen beige Nuckel am Schwarzen Strand im Dunkeln gesucht.
Ja, also der Sand ist beige auch, wie der Schnuller.
Und dann habe ich den ein paar Tage später, weil ich, keine Ahnung, ich habe dann gedacht,
ich samme hier mal ein bisschen Müll auf, das finde ich alles so ranzig und dabei habe
ich den dann wieder gefunden.
Bei dieser ersten Suche kam eine richtig, richtig nette Frau und hat uns einen Ersatznuckel gegeben.
Von ihrem Enkel.
Ja.
Das war super sweet.
Sie hat ihn zu der Zeit Schlele genannt, den Schnuller, und sie wäre niemals ohne diesen
Schlele eingeschlafen.
Sein Ex-Partner und ich sind am Strand im Dunkeln lang gelaufen, du hast die Kinder gehütet
und wir haben diesen Schnuller gesucht.
Alleine solche Kleinigkeiten können einen schon richtig fertig machen, ne?
Das ist ja keine Entspannung in dem Moment.
Und generell, ich finde es so, wenn man sich selbst versorgt und so ein Apartment hat,
irgendwie ist es für mich immer so, ich möchte dann das Urlaubsland, wo ich bin,
oder die Stadt, oder was auch immer, das möchte ich dann kennenlernen und mich wie
ein Einheimischer fühlen.
Und wenn ich jetzt in so eine Hotelanlage gehe, wo so all inclusive ist, dann kommt
man da wenig raus, ja, hat vielleicht mehr Entspannung, aber nicht so die gleichen Eindrücke.
Und gleichzeitig ist das wirklich, wenn man so ein Apartment bucht und Selbstversorger
ist, ist das mit Kindern halt schon anstrengend.
Also eigentlich hörst du auf mit Frühstück, bist endlich fertig mit dem ganzen Frühstück,
wäscht ab, es gibt ja auch nicht überall eine Spülmaschine, und dann geht es eigentlich
schon wieder ums Mittagessen.
Du bist die ganze Zeit nur am Versorgen.
Und dann du willst rausgehen, und dann kommst du um 13 oder 14 Uhr erst dazu, rauszugehen,
weil erstmal alles erledigt werden muss, du so.
Ja gut, man will halt dann aber auch nicht in der Mittagshitze raus.
Das ist ja nochmal auch so ein Ding, also mit Kindern bleibst du ja dann eher in der
Unterkunft, die hoffentlich eher Condition hat.
Eigentlich will man früher raus, aber merkt dann auch, irgendwie geht es gar nicht.
Ich glaube, man hat dann auch so diese, so ein bisschen die Haltung oder den Anspruch
an den Tag, und das kann nicht eingehalten werden, so nach dem Motto, wir stehen auf,
wir essen Frühstück, jo, dann gehen wir an den Strand, und dann irgendwie so nach dem
Motto, float ist alles dann, keine Ahnung, geht man zurück und isst Mittag oder holt
sich irgendwo ein Snack oder so, aber das klappt gar nicht.
Ja, in welchem Paralleluniversum?
Mir fällt noch eine Sache ein, die schwachsinnig ist mitzunehmen, obwohl wir die früher immer
mit hatten, als ich kennt war, und zwar diese Strandmuschel.
Man weiß ja auch nicht, wie man die wieder zusammenkriegt.
Kommt auf die Strandmuschel drauf an, aber ja.
Ich weiß, mein Ex-Partner hat immer krass geflucht, er hat erstens gesagt, alter, was
nimmst du alles mit an den Strand, was soll diese Muschel?
Weiß ich doch nicht, wie man das Ding aufbaut und so, und ich immer ganz, hä, na klar,
wir machen es so und zack, zack und so geht es.
Und ja, ich nehme fünf Flaschen Wasser mit an den Strand und 30 Handtücher und noch
Spielzeit für die Kinder.
Das ist krass, und dann läufst du da wie so ein Pack, ich sehe durch diese Hitze irgendwie
36 Grad oder so, das ist schon toll.
Aber wir hatten auch, glaube ich, immer ziemlich Pech mit dem Wetter, also Pech ist vielleicht
nicht das richtige Wort für manche, für mich schon, weil ich finde, wenn es dann
an die 40-Grad-Marke geht, dann ist das nicht das, was du dir vorgestellt hast.
Und es ist voll oft passiert, dass man dann geguckt hat, weil man das Wetter ja noch ein
bisschen länger verfolgt und dann sieht, keine Ahnung, wir sind in der ersten Ferienhälfte
geflogen, meinetwegen, und dann sieht man, in der zweiten Ferienhälfte waren dann nur
noch 30 Grad im Bischenland, also dort, wo wir waren.
Und dann habe ich mich schon öfter geärgert und habe gedacht, boah, bei uns, wir haben
wirklich immer diese volle Hitze mitgenommen.
Und im nächsten Jahr war es dann aber auch wieder genau andersrum von den Monaten her.
Und da hatten wir ja auch diesen einen Urlaub, als wir auf Roddors waren, wo die Insel so
extrem gebrannt hat, wo es zu diesen Waldbränden kam, und das war die schlimmste Hitzewelle.
Und ich glaube, die schlimmsten Brände, die es seit Jahrzehnten irgendwie auf Roddors
gab, es wurden zigtausende von Menschen evakuiert auch.
Ja, vor allem die im Süden waren, in diesen riesigen Hotelanlagen.
Und wir waren aber zum Glück im Norden und hatten jetzt diese Notwendigkeit, dann irgendwie
sofort zum Flughafen zu fahren und abzureisen, also bis dato nicht, und es hätte halt eh
nicht gut geklappt, weil die Leute halt gecampt haben auch am Flughafen.
Aber es war schon mit sehr viel Sorge und Angst verbunden.
Und wir hatten kein fließendes Wasser mehr, wir hatten zeitweise keinen Strom.
Stimmt.
Und es war einfach über 40 Grad, es war an dem einen Strand, wo wir waren, waren 42 Grad.
Alter.
Ich sag mal so, wir haben da ein Auto gemietet, das hatten wir neben dem anderen Urlaub nicht.
Dadurch waren wir ein bisschen mobiler und haben dann auch eben sagen können, ja, wir
bleiben im Norden, aber können trotzdem uns ein bisschen was anschauen oder coole Orte
raussuchen.
Das Highlight mit dem heißen Auto war eigentlich, wie uns am Ende die Weinflasche geplatzt ist.
Klar krass.
Ich weiß nicht, warum.
Das mit der Weinflasche war ja gegen Ende, weil wir wollten uns bedanken bei der Frau,
bei der wir am Ende alle zusammen gewohnt haben und haben aber irgendwie eine Weinflasche
zwischengelagert.
Aber auch nur kurz, ne?
Ja, ich weiß es nicht, wie lang das da drin war, aber auf jeden Fall ist die geplatzt und
zum einen konnten wir ihr den da nicht schenken, so.
Wir haben dann nur gesagt, das ist uns passiert, es tut uns leid, wir wollten eigentlich und
so.
Und sie so, das würde gar kein Problem sein.
Aber trotzdem haben wir uns natürlich richtig große Sorgen gemacht, was so eine Autovermietung
dann davon hält und welche Kosten...
Ja, so ein Wein stinkt auch ordentlich.
Ja.
Ja, das hat dann irgendwie alles gut geklappt und wir konnten die Autos, also die Autos,
die beiden Autos dann auch wieder super gut zurückgeben, alles war easy.
Ja, zum Glück.
Das war dann wieder gut, aber erstmal schon so ein Schock.
Und wir haben auch noch darüber nachgedacht, so und dann irgendjemand hat gesagt, nein,
ne Quatsch, das ist doch ein Wein, also warum soll das bei einer Weinflasche...
Warum soll das nicht am Ende platzen, was soll da passieren?
Also ihr könnt euch vorstellen, wie heiß es war, wie es aber dazu gekommen ist, dass
wir bei euch eingezogen sind.
Ja.
Überhaupt, ne, so diese gesamte Situation ist so absurd, wenn ich darüber nachdenke,
in was für einer auch Gefahrensituation man sich befunden hat, so die Insel brennt und
dann diese ganze Last, dass man halt, ja, Probleme mit dem fließen Wasser hat und mit dem Strom
und sowas.
Und dann kam noch on top, dass ich mich in dem Urlaub von meinem Ex-Partner getrennt
habe, von dem Vater der Kleinen, weil ich einfach da nochmal gesehen habe, dass es in
keiner Welt mit uns beiden passt.
Ich bin mir nicht so sicher, ob wir das in den vorigen Folgen thematisiert haben, aber
an der Stelle nochmal, nachdem der Vater von meiner Kleinen mich in der Schwangerschaft
verlassen hat, haben wir uns einige Wochen nach der Geburt wieder angefangen zu treffen.
Und ich hab's nochmal mit ihm versucht, eigentlich nur das Kindeswegen.
Es hat aber auch tatsächlich nur wenige Monate gehalten.
Ja, und jetzt zurück zu besagten Urlaub.
Er hat mir auch relativ wenig Freiraum mit den Kindern gegeben.
Ich durfte irgendwie nicht so richtig mich frei entfalten und dann halt auch so Sachen
mit meiner großen Tochter unternehmen oder auch mal mit dir zusammen mit unseren beiden
großen Töchtern und dass er sich halt länger um die Kleine gekümmert hätte.
Ich stand sehr unter Druck, es ihm auch Recht zu machen und hab mich irgendwie gefühlt
in dieser klassischen Frauen- und Mutterrolle, du musst jetzt hier alles machen und wie
sonst auch immer am besten kochen und irgendwie dabei noch das Kind bespaßen und sonst...
Aber auch bitte jeden Abend für mich verfügbar sein.
Genau, das kam auch noch dazu.
Da möchte ich auch nicht so tiefer drauf eingehen, aber das war dann schon, wenn ich
den Abend tot ins Bett gefallen bin und einfach nur schlafen wollte, das gab da auch Streitpotenzial,
dass wir nicht genug Zeit für uns haben.
Ja, aber das geht irgendwie auch gar nicht, vor allem nicht in so einem Selbstversorgerurlaub.
Gar nicht.
Also warum wählt man den?
Klar, das ist natürlich immer eine Preisfrage zu einem Hotel mit Apartment oder was weiß
ich, wo du dann nicht nur ein Zimmer hast, weil wenn das Kind schläft, musst du ja dann
auch schlafen gehen, wenn du nicht so eine Apartmentkonstellation wählst.
Aber bei uns ist das Wasser ausgefallen und dann muss ich bei ihm auf Klo gehen.
Also man muss sich vorstellen, ich habe mich von diesem Mann getrennt und wir haben ihn
quasi nur noch für die Toilette angerufen und gesagt, wir müssen alle mal der Reihe
nach bei dir auf Klo.
Ist ein bisschen gemein, aber es war halt so und ich kann es, ja...
Ich weiß nicht, das war wirklich schlimm, auch bei euch einzuziehen und euch dann so
zur Last zu fallen.
Also für mich war es einfach ein schwieriger Schritt auch.
Ich musste mir dann ja auch das Bett teilen mit den beiden großen Mädels und es war halt
insgesamt, es war einfach heiß, stickig, man hatte wenig geduscht, weil das Wasser
immer wieder ausfiel und die Klimaanlage ist dann auch mitten in der Nacht ausgefallen
und dann plötzlich wieder angesprungen, dann diese Geräuschkulisse die ganze Zeit.
Mit dem Generator von diesem Hotelbunker daneben an meinst du auch?
Das meine ich auch.
Das eben meinte ich, dass die Aircondition im Zimmer dann zum Beispiel ausgefallen ist
und dann war man so, ist man nachts aufgewacht, weil man einfach komplett nass geschwitzt
war und dann ist man wieder eingeschlafen, total erschöpft natürlich auch und auf einmal
geht dieses Ding wieder an, so bing und pustet richtig laut, dann wachst du wieder auf,
auf einmal ist es richtig kalt.
Dieses Masterbed war in dem Fall jetzt auch nicht groß genug, dass wir hätten sagen
können, wir nehmen meine große mit rüber.
Das hätte ich auch nicht gekonnt.
Das war ja auch so ein bisschen so ein Problem von deinem Ex-Partner, dass er halt...
Ganz leichten Schlaf.
Ganz leichten Schlaf und halt auch, naja, dass er halt auch schon findet, so Kinder haben
so in ihrem Bett zu schlafen und die Erwachsenen schlafen alleine.
Ich war euch so dankbar, das hätte ich auch niemals irgendwie erwarten können von euch.
Selbst wenn ihr es mir angeboten hättet, hätte ich nein gesagt.
Man hatte gleichzeitig auch immer ein schlechtes Gewissen, wenn man dann irgendwie Ausflüge
gemacht und an den Strand gefahren ist, während es Menschen gibt, die halt in einer Notlage
sind und gerade alles verlieren oder so wegen dem Feuer.
Aber man musste wegen den Kindern ja auch diesen Urlaub einfach ganz normal weiterleben, so.
Ich weiß jetzt nicht, wie es gewesen wäre, wenn man ohne Kinder da gewesen wäre.
Ich glaube, wenn die Möglichkeit da gewesen wäre und die Umstände halt auch wirklich
gerade Wasser, Strom und so was, ich glaube, ich wäre einfach abgereist.
Aber es ging halt nicht.
Also, weißt du, weil wir waren irgendwie schon so ein bisschen gefangen, weil der Flughafen
zu voll war.
Blockiert, ja.
Der war blockiert, es ging dann irgendwann nichts mehr so richtig voran.
Und die Leute haben dort zwei Tage geschlafen und die taten mir halt auch richtig leid,
weil das müssen ja Leute gewesen sein, die aus Ecken kamen von der Insel, wo wirklich
höchste Alarmbereitschaft war.
Gut, das ist ja das eine, das sind ja die Touristen, aber ich meine, da sind ja wahrscheinlich
auch Einwohner, Einheimische, die extrem drunter gelitten haben, müssen so.
Ja, total.
Also das Militär war ja auch eingeschaltet.
Wir haben ja auch jeden Tag irgendwie diese Flieger gesehen, die da das Wasser aus dem
Meer geholt haben und dann gelöscht haben und so.
Ja, also ich finde Urlaub mit Kindern alleine ist schon wirklich anstrengend und dann unter
diesen Umständen war das wirklich heftig.
In meiner Erinnerung halt war es wieder schön mit euch, aber das war es auch.
Ja, obwohl ich trotzdem sagen muss, es ist ein großer Unterschied, ob man mit einem Kind
alleine in den Urlaub fliegt, also oder fährt, wie auch immer, quasi zwei Erwachsene, ein
größeres Kind oder irgendwie drei Kinder, die dann so ein bisschen sich haben.
Ja, es hat Vor- und Nachteile, ne?
Ja.
Genau, weil zwei Erwachsene können sich besser natürlich um ein Kind kümmern, man kann
halt mehr sich um sich kümmern dann auch mal für einen Moment, zum Beispiel ich gehe
jetzt einfach duschen oder mach du doch mal oder so und gleichzeitig ist es natürlich
mit nur einem Kind so, dass das Kind sich halt auch langweilt.
Aber da hast du ja auch ein bisschen was zu erzählen, ihr seid ja dann die Jahre danach
dann auch noch öfter nach Roddows geflogen.
Ja.
Und da waren wir dann nicht am Start und da hattet ihr dann halt auch eine andere Unterkunft,
auch mit Pool und so, ne?
Ja.
Aber war auch nicht alles immer nur einfach, ne?
Ne, war auch nicht immer alles nur einfach.
Meine Tochter vermisst immer einen Spielpartner auf Augenhöhe.
Ich vermisse euch eigentlich auch immer.
Ja.
Ich vermisse euch immer am besten in diesen Urlaubs...
Wir sind wirklich gute Urlaubs-Buddies auch.
Ja, weil dann hatte ich natürlich also andere Auseinandersetzungen einfach mit meinem Ex-Partner,
wie gestaltet man auf einmal Alltag?
Also sonst haben wir halt nicht diesen klassischen Alltag gemeinsam gehabt, weil wir nicht zusammen
haben, haben aber trotzdem extrem viel geteilt, sage ich mal, oder viele Momente geteilt.
Aber im Urlaub hast du ja dann eben trotzdem wieder das Thema, okay, wann ist es schlau,
dass das Kind was isst?
Weil wenn meine zum Beispiel zu lange nichts isst, dann wird die einfach ungnedig.
Also die, weiß nicht, nölig, als wäre sie wieder drei eigentlich, auf den Boden schmeißen.
So bin ich auch, wenn ich Hunger habe.
Ja, wenn ich nicht wissen, was sie will.
Und dann sagen wir aber auch sehr häufig, hey, du hast Hunger, komm, wir essen jetzt was.
Und das wird dann aber auch abgelehnt.
Also dann geht eigentlich gar nichts mehr.
So, und wenn sie dann was gegessen hat, dann ist es wieder in Ordnung.
Aber dann sage ich ihr hinterher, pass auf, guck mal, wie du dich da verhalten hast und wie es jetzt ist.
Jetzt geht es dir wieder gut, jetzt ist alles wieder okay.
Das war, weil du Hunger hattest.
Das wäre gut, wenn du das vielleicht mal schaffst zu merken und zu spüren.
Weiß ich gar nicht.
Ich glaube, dann ist sie einfach ein Kind, der ganz, ganz viel Routine braucht.
Ja, das auch.
Und immer um die gleiche Uhrzeit essen sollte.
Da sind wir wieder, in der letzten Folge drüber gesprochen.
Kinder brauchen Routine.
Und manche eben halt noch mal mehr.
Meine Kleine ist ja auch so.
Meine Große ist ja so, die kann den ganzen Tag nicht trinken und essen.
Und merkt sie dann gar nicht.
Und irgendwann so, warum habe ich eigentlich Kopfschmerzen?
Krass.
Das ist auch krass.
Aber ich wundere mich eben, dass sie es nicht merkt oder eben auch nicht einfordert.
Aber ich meine, ich bin dann auch im Urlaub so verträumt oder auch vielleicht generell so,
ich lebe in meinen freien, am Wochenende oder so lebe ich in den Taghärn und denke dann,
irgendwann so um vier am Mittag ist ja auch mal eine Idee.
Ah ja, die Laune ist auch im Keller.
Also ich musste, brauchte jetzt wirklich ein paar Jahre, um zu checken, okay,
ich muss einfach, keine Ahnung, gegen 12.1 auf jeden Fall Mittag machen.
Das habe ich lange nicht so richtig geblickt, gecheckt, ignoriert.
Ja, habe ich ein bisschen gebraucht für.
Aber und das dann eben auch im Urlaub einfach so zu etablieren.
Und aber auch dann, man ist am Strand und man muss checken, okay, es kann vielleicht nicht zu spät werden,
bis wir irgendwo einkehren zum Essen oder bis wir vielleicht dann selber auch Essen machen oder so.
Ja, das finde ich auch immer so krass.
Das hat halt nichts mit Entspannung zu tun, wenn du dir die ganze Zeit diesen Kopf schon vorher machst.
Gleich heute wieder einer, weil das alles viel zu lange gedauert hat, das Zusammenpacken hat zusammen gedauert,
da müssen die sich noch irgendwie abduschen oder sonst was.
Ja, und also generell ist alles einfach doof und eklig.
Die Sonnencreme und mit dem Sand, der am Körper klebt, ist eklig.
Das Wasser ist zu kalt, die Sonne ist zu heiß.
Wann gehst du mit mir schwimmen? Oh, ich war von einem Stund, ich will nicht, der andere hat auch keinen Bock.
Ja, aber ich bin da ganz empfindlich. Ich kann das dann auch einfach nicht.
Wenn die sagen irgendwie, du musst jetzt mit ins Wasser kommen, dann bin ich so, ne, ich muss gar nichts.
Ich war einmal, reicht. Ja, schwierig.
Und das ist natürlich anders, wenn man alleine ist.
Aber ich erinnere mich auch immer, dass es bei mir in der Kindheit ganz anders war,
dass so die Urlaube mit meinen Eltern, dass das immer so richtige Selbstläufer waren.
Also meine Eltern haben halt Hotelanlage gebucht.
Ich hatte meinen Bruder, wir sind beide fast im gleichen Alter.
Wir haben immer, wir sind losgestreunert und haben irgendwelche anderen Kinder kennengelernt,
wir waren auch mal super offen und dann so, ja Mama, ich hab eine neue Freundin und so.
Also das waren dann auch sofort unsere Freunde und mit denen hatten wir uns dann jeden Tag verabredet.
Und dann durften wir uns einfach da an der Bar auch immer selber irgendwie ne Pizza bestellen oder so
und haben uns selber Getränke geholt. Wir waren einfach immer so in Sichtweite meiner Eltern.
Ja, aber ich weiß halt, dass meine Eltern auch, also dass die auch immer gesagt haben,
dass wir uns so alleine beschäftigen halt. Wir mussten auch.
Die haben halt auch nicht so viel dann unternommen im Urlaub.
Manchmal frage ich mich, ob wir vielleicht uns damit so zu irgendwelchen Aufgaben verdonnern,
weil wir ein schlechtes Gewissen haben, weil wir wollen, dass die halt irgendwie auch viel sehen und viel erleben
und dann gibt es da noch einen Wasserpark, wo man hin könnte und dieser Ausflug und so.
Und ich habe immer das Gefühl, die sind dann einfach genervt davon.
Das macht es gar nicht besser. Und so ein Ausflug im Urlaub war meistens rückblickend gesehen
dann der anstrengendste Tag und hat gar nicht so viel Spaß gemacht wie die Tage,
die einfach eher so wenig Programm hatten.
Da frage ich mich manchmal, ob wir nicht einfach zu viel machen, ob das nicht ein bisschen zu übertrieben ist.
Ja, weil für wen waren die am anstrengendsten? Auch für die Kinder.
Ich weiß, dass wenn wir so was mal, also wir haben überlegt, fahren wir in einen Wasserpark oder nicht.
Wenn wir uns dann dagegen entschieden haben, war schon die Flappe immer groß.
Ich war jetzt mit meinen Kindern letztes Jahr das erste Mal ganz alleine im Urlaub, also ich und meine beiden Kinder.
Und da waren die Ausflüge für meine Kids auch sehr anstrengend.
Also das war schon immer am entspanntesten, wenn wir irgendwo zum Strand gefahren sind,
uns eine Liege gemietet haben und da Pommes bestellt haben.
Da hatte ich immer das Gefühl, es ist am friedlichsten und alle sind glücklich.
Dann hatten wir einen Tag, wo wir in so einem Wasserpark waren, da war so im Nachhinein so,
ja, waren alle kaputt und fertig und alle genervt, also die Kinder auch.
Weil der Wasserpark nicht so geil war oder?
Nee, ich glaube, weil immer die Vorstellung besser ist als die Realität.
Ja.
Das ist so, man stellt sich das vor, dass das ganz toll wird und dann spielen die,
dann lernen die auch andere Kinder kennen und so, haben eine gute Zeit und im Endeffekt war die ganze Zeit nur Gejammer so.
Und diese Anfahrt mit den ganzen Sachen, die man so mitgenommen hat, das, was du vorhin schon erzählt hast,
ist vielleicht zu viel.
Also ich will nicht sagen, dass man seinen Kindern nicht diese Aufmerksamkeit geben soll.
Wenn die sich das wünschen, dann sollen die das schon machen oder dann muss man auch mal was mitmachen.
Aber ich merke das auch im eigenen Kinderzimmer oft, dass wenn man sich da hinsetzt und die ganze Zeit so mit beschäftigt und so was,
es ist schon auch mal wichtig, dass die Kinder auch sich mal kurz langweilen, damit sie eigene Spielideen entwickeln.
Und auf einmal, wenn das Kind irgendwie eine halbe Stunde oder Stunde gemeckert hat, mir ist langweilig, aber ich mache gerade Essen,
dann merke ich, wie auf einmal das Spielen dann erst losgeht.
Ja, ja, genau, genau.
Das dauert schon immer einen Moment. Wenn wir da immer zwischengreifen, glaube ich, ist das gar nicht so gut.
Das glaube ich auch, aber ich kenne meine Tochter, die mault auch immer, wenn ich,
wir müssen jetzt noch einkaufen, weil keine Ahnung, wir wollen was zum Frühstück haben, ohne dass wir da aus dem Haus gehen müssen.
Die ist total angeätzt von diesen Alltagssachen. Ich glaube, die wäre richtig, richtig happy in so einer Hotelanlage.
Und das haben wir uns auch mal angeguckt, aber das habe ich nicht, also das war mir einfach zu teuer.
Ja, wieder diese Alleinerziehenden-Problematik, wo sollen wir das Geld hernehmen, wenn wir schon das Geld für die Flüge aufgebracht haben und so.
Das ist einfach zu krass. Man splittet das auch vorher so auf mit irgendwas.
Ja, ja, klar. Und ich kenne das auch nicht. Also ich bin mal mit meinen Eltern nicht wirklich in so einem Urlaub, wie du den beschrieben hast.
Also Hotelanlage und ich den ganzen Tag am Pool habe ich, glaube ich, erlebt, als ich sehr klein war.
Und dann waren wir in einer riesen Gruppe dort. Das war cool, weil man mit Freunden von meinen Eltern, die dann Kinder im gleichen Alter hatten, unterwegs war.
Aber danach, die Jahre, waren es auch eher so Selbstversorger-Trips irgendwie, wo meine Eltern mir dann beigebracht haben,
ey, es ist richtig schön in so einem Supermarkt von dem Land, wo du bist, halt dann einkaufen zu gehen und da so die Kulinarik zu erforschen und zu erfahren.
Und da, man weiß nicht, einen Spielplatz, einen Spaziergang im Outback zu machen.
So dachte man, wir waren jetzt nie in Australien mit meinen Eltern, aber wir waren viel am Strand.
Meine Urlauber mit meinen Eltern sind eigentlich in meiner Erinnerung, wir gehen am Strand so früh wie geht nach dem Frühstück.
Da nimmt man dann ein paar Snacks mit, das ist dann quasi das Mittag und dann abends, je nachdem, entweder kochen oder Restaurant.
Aber ich weiß nicht, ob Urlaub immer diesen Aspekt von, ja, sich auch kulturell weiterbilden haben muss, weißt du?
Ich finde das ja persönlich auch schöner. Und ich liebe solche Urlaube für mich allein oder mit einer Freundin.
Aber ich finde, mit Kindern kann Urlaub sich auch mal nach einer Auszeit anfühlen.
Und das fühlt es sich halt am meisten, wenn du von oben bis unten bedient wirst.
Und dann ist es dir eigentlich egal, wo du bist, Hauptsache das Wetter stimmt.
Und es gibt Pool und Eis.
Ja, auf jeden Fall.
Muss man sich vorher die Frage stellen, auf was man gerade so Bock hat vielleicht auch?
Ja, und natürlich einfach, was das Portemonnaie hergibt.
Ja, voll. Ist halt aber alles nicht so wie ein Solotrip ohne Kinder, kann ich dir sagen.
Nee, auf keinen Fall.
Oh man, ich will es auch gar nicht so sagen, weil wenn ich darüber nachdenke, dass du zum Beispiel da auch nochmal in einer anderen Situation bist als ich, finde ich es ganz schwierig,
weil das ist schon auch nochmal echt ein Unterschied, ob man so 100 Prozent alleinerziehend ist.
Ich finde halt so schon, wenn ich alleine in den Urlaub gefahren bin oder auch damals mit meinem Ex-Partner, mit dem ich kein Kind habe,
das war schon auch immer so ein bisschen paradox, weil ich hatte so viele schöne Momente,
so was wie einfach einen Sonnenuntergang zu sehen und den richtig zu genießen und zu denken.
Den Moment halte ich fest, gleichzeitig dann richtig traurig sein, dass die Kinder nicht dabei sind
und diesen Moment nicht miterleben können und dieses Bild, was ich gerade habe sehen können,
um dann zu realisieren, dieser Moment wäre niemals so schön, wenn jetzt gerade die Kinder dabei wären
und sie das überhaupt nicht interessieren würde, ob da jetzt die Sonne gerade so schön untergeht oder nicht.
Aber man wünscht sich trotzdem, das mit den Teilen zu können. Aber ja, es geht eigentlich nicht.
Ja, ich hatte kein schlechtes Gewissen, aber ich habe schon immer sehr, sehr viel das Gefühl gehabt,
dass ich die vermisse und dass ich die jetzt doch gerne dabei hätte und was sie jetzt gerade machen und so.
Das hat auch diesen positiven Nebeneffekt, dass wenn man nach Hause kommt, dass man halt nochmal neu merkt,
was man so an denen hat und wie toll die sind und so.
Weiß ich nicht, kann ich ja nicht. Also, na ja, ich habe es eher umgekehrt.
Ich habe es so, dass meine Tochter in die Winterferien fährt mit meinen Eltern, jetzt in den vorigen Jahren
und ich dann hier bin. Jetzt letztes Mal bist du das erste Mal mit, ne?
Genau, dieses Jahr bin ich das erste Mal mitgefallen. Das war auch super, super schön.
Aber ja, ich kenne das so umgekehrt, dass meine Tochter dann mit den Eltern, mit meinen Eltern wegfährt
oder auch mal wegfliegt. Aber eigentlich wäre doch dann Zeit gewesen für dich, Urlaub zu machen.
Ja. Nein, ausnahmsweise.
Ich denke dann, super, dann kann ich arbeiten.
Ah man. Echt Zeit.
Habe ich mal wirklich Zeit zu arbeiten oder mal wirklich Zeit, alle Leute zu treffen,
die ich eigentlich immer so treffen will und das nicht schaffe. Aber die Realität ist auch einfach eine andere.
Also, man schafft erstens nur die Hälfte, man trifft nicht mit einer Person.
Weil dann irgendwie doch auch die Energiekapazität nicht so da ist.
Also die nehmt ihr auch nur immer regelmäßig zum Winterurlaub, aber jetzt Sommerurlaub?
Ist das auch schon mal vorgekommen?
Im September? Nee, also eher im Herbst dann nochmal, dass sie sie mitgenommen haben.
Vielleicht musst du dir ganz fest vornehmen, dass du dann wenigstens mal für zwei, drei Tage
in eine andere Stadt fliegst oder mit dem Zug fährst, so wie du das gesehen hast.
Weißt du, du meinst halt, dass du da schon irgendwie Fernweh bekommst.
Vielleicht solltest du das mal durchziehen und irgendwie ausprobieren.
Ja, guter Punkt. Kommst du mit?
Wenn sich das ergibt, komme ich mit. Ich bin immer dabei.
Ich habe das auch oft gemacht, dass ich mit den Kindern in den Urlaub geflogen bin.
Und danach habe ich dann nochmal ein, zwei Wochen später selber ein paar Tage Urlaub gemacht.
Ja, das ist absolut schlau.
Ja, aber eigentlich muss es immer so rum sein, weil dann kannst du dich erst mal wieder von dem ganzen Trouble erholen, der vorher war.
Die Kinder finden es dann im Nachgang, sagen die auch immer, dass es so toll war, der Urlaub.
Und man denkt sich selber, ich bin so fertig. Ja, es war schön, aber ich bin komplett fertig und ausgelaugt.
Merkt ihr was? Ihr habt nur gejammert.
Ja.
Die Frage stellt sich, ist Urlaub mit Kindern wirklich Urlaub?
Oder ist es einfach nur Alltag an einem anderen Ort?
Oder ist es sogar stressiger als der normale Alltag?
Um ehrlich zu sein, glaube ich sogar, dass es stressiger ist, weil du bist ja irgendwie in einer neuen Umgebung.
Es sei denn, du fährst natürlich immer in den gleichen Ort.
Dann kann sich das auch irgendwann wie zu Hause anfühlen.
Aber wenn man selber auch neugierig ist und die Umgebung erkunden will und so,
dann vermisst man vielleicht mal so eine Kita-Situation, wo man denkt, so, vormittags.
Ja.
Aber ich glaube, als meine Tochter kleiner war, hätte ich auch ein richtig schlechtes Gewissen gehabt, alleine zu sein.
Also erstmal fällt mir das sehr schwer, das zu organisieren.
Und nicht einfach nur alle 4 von mir zu strecken, halt zu Hause.
Ja, und dann, ich glaube, ich hätte mal wieder einfach dieses schlechte Gewissen.
Again.
Oder auch vielleicht so ein bisschen, wenn ich sage, okay, ich fahre in den Urlaub, du bleibst hier, du gehst jetzt halt zur Schule.
Irgendwie sieht es falsch an für mich.
Ja, vielleicht solltest du es dann nicht so angehen und dann halt wirklich auch machen, wenn sie gerade auch verplant ist mit den Großeltern und so.
Und dann thematisierst du das gar nicht.
Und wenn ihr euch wieder seht, sagst du, ich war im Urlaub, es war voll schön.
Ich denke dann glaube ich auch immer, naja, wenn doch was passiert, dann bin ich halt hier und kann irgendwas machen, was sinnvoll ist.
Aber wahrscheinlich auch nicht, keine Ahnung.
Aber stellst du dir vor, was kann passieren?
Also was ist dann...
Ja, ein Unfall, das Kind muss dann ins Krankenhaus oder jemand wird...
Aber wenn das Kind selber gerade im Urlaub unterwegs ist mit den Großeltern, dann könntest du da auch nicht sofort da sein, ne?
Dann ist es ja auch weit entfernt von dir in dem Moment.
Ja, das stimmt auf jeden Fall.
Aber immer noch einfacher, wenn man zu Hause ist, als wenn man selber irgendwo in der Weltgeschichte rumtingelt.
Ja, vielleicht ist das was, was mit zunehmendem Alter von den Kindern dann auch mehr ermöglicht wird für dich,
weil man hat das ja ganz toll auch in Bezug auf Kleinkinder und es wird ja dann irgendwann immer lockerer.
Vielleicht muss diese Abnabelung ja in der Pubertät passieren erst, wo du merkst, du bist sowieso nicht mehr so die Interessante,
und die Freunde sind interessanter oder so.
Das ist auch meine Theorie dazu.
Denke ich auch. Also es ist bei mir jetzt zum Beispiel mittlerweile so, dass ich mit der Großen auch darüber reden kann,
dass ich in den Urlaub fliege und sie sich dann auch für mich freut.
Und davor war das immer anders. Also da hat sie schon dann gesagt, ja, aber ich werde dich ja vermissen.
Und dann machst du das ja ohne uns und so.
Sie ist dann meistens aber in der Zeit mit ihrem Vater dann im Urlaub.
Also meine Große hat ja auch das Glück, dass sie dann mehrere Male irgendwie im Urlaub ist.
Die macht zweimal Urlaub.
Ja, letztes Jahr zum Beispiel dreimal. Nee, vorletztes Jahr.
Oh, krass.
Da war sie dann mit mir im Urlaub, mit ihrem Vater im Urlaub.
Und dann war sie noch mit der ganzen, also mit Papa und der ganzen Familie von ihm und seiner Ehefrau im Urlaub.
Das war schon richtig cool für sie.
Mittlerweile merke ich einfach, dass sie es mir auch gönnt.
Mit der Kleinen könnte ich jetzt auch nicht so darüber sprechen.
Mama fährt jetzt alleine in den Urlaub.
Ja, aber auch da wieder, ne?
Also ich glaube, wir haben so über das Gespräch hinweg jetzt festgestellt,
irgendwie mit Kindern ist es besser, irgendwie zusammen, sich zusammen zu tun.
Also das ist auf jeden Fall mein Standpunkt dazu.
Und wir haben ja in der letzten Folge auch darüber gesprochen, ja, warum ziehen wir nicht eigentlich zusammen?
Vielleicht würde das dann ja auch so viele Sachen erleichtern.
Und ich finde, immer öfter werden mir so diese Punkte bewusst, die so darauf abzielen,
dass man sozusagen Dinge zusammen zu machen, es einfacher und irgendwie entspannter und einfach besser.
Und ich frage mich aber oft, weil ich habe das auch in anderen Freundschaften versucht
und habe nicht den Eindruck, dass das die Erkenntnis ist,
dass das im Rahmen doch von irgendwelchen Möglichkeiten liegt.
Oder dass man mal, auch wenn man sich gegenseitig einfach nur besucht, zusammen schnell die Wäsche aufhängt,
weil vier Hände sind halt schneller als zwei und so.
Ja, das hat sich bei uns sehr schnell eingestellt.
Und ich glaube auch, dass das eine besondere Konstellation ist, auch eine besondere Beziehung.
Und dass das, also ich musste gerade zum Beispiel auch an diese Idee vom Mama-WG-Gründen denken,
genau in dem Moment eigentlich, als du es angesprochen hast und hab so gedacht,
ja, Urlaub ist wie Alltag und Urlaub ist wie Alltag noch stressiger quasi, oder ist noch stressiger als normaler Alltag.
Weil man auch den Anspruch halt so hochlegt, es muss jetzt schön sein, das hast du ja im Alltag nicht.
Das macht es tatsächlich einfacher, wenn man in seinem Rudel ist.
Wir sind irgendwie schon ein Rudel.
Und man merkt, dass jeder seinen Platz auch so ein bisschen kennt.
Also der eine kocht gern, ich bin ja immer so eine, die gefühlt alle aus der Küche verbannt oder so Ellenbogen raus.
Ich mach das jetzt.
Und der andere, du zum Beispiel in dem Fall, spielst auch voll gerne mal mit den Kindern so.
Ich bin ja nicht so die Spielmama.
Ja, so Rollenspiele mag ich jetzt auch nicht, aber...
Nee, genau. Aber das hat schon irgendwie jeder so seinen Platz.
Und ja, das ist schon immer alles einfacher.
Also wenn ich so zurückblicke auf den Urlaub, den ich letztes Jahr alleine mit den beiden Kids gemacht hab,
dann muss ich sagen, muss jetzt auch nicht nochmal so sein.
Wenn ich jetzt zum Beispiel persönlich an die Situation mit meinem Expartner denke,
dann denke ich oft, es kannte nicht jeder seinen Platz.
Weißt du, ich musste trotzdem alles machen.
Die Wut ist ins Unermessliche gestiegen und ich hab mich voll oft ungerecht behandelt, gefühlt.
Ich hab mich so gefühlt, als wäre ich in irgendeinem Frauenbild gefangen, wo ich mich nicht reinzwängen lasse
und er das aber gerne möchte und ich fühl mich einfach gar nicht wohl.
So und dann hat er auch noch mein Kind dabei, was nicht sein Kind ist, also das andere Kind.
Und das hat alles nicht gepasst.
Also man muss schon so eine Gruppe für sich gefunden haben, glaube ich, mit der das so matcht.
Ja voll. Ich glaube aber, ich hab auch lange eine falsche Vorstellung davon.
Also so die Vorstellung, die wir jetzt haben, also meine Idee von einer idealen Familie ist ja im Grunde auch genau so,
nur dass du dann im besten Fall männlich wärst.
Aber hab ich noch nicht erlebt, hab ich auch bei anderen irgendwie noch nicht so gesehen.
Ich rück immer mehr davon ab, mir diese Hoffnung zu machen, dass ich in eine Partnerschaft komme, die gut funktioniert,
weil ich sowieso immer das Gefühl hab, da muss man Abstriche machen und komme immer mehr zu dem Gedanken,
ja aber was wäre wenn nicht? Vor allem ich wollte gerade sagen, es kann auch einfach ohne gut sein.
Es war noch nie richtig richtig optimal und super toll mit Partner für mich, für mich persönlich.
Und deswegen komme ich immer mehr zu dem Punkt, dass ich mir denke, nee, muss vielleicht einfach kein Partner mehr sein jetzt erst mal.
Und es soll schön einfach mit den Kindern sein, es soll gut funktionieren.
Ja voll. Wie macht ihr das mit Urlaub? Fahrt ihr mit Freundinnen? Fahrt ihr in einer großen Gruppe?
Fahrt ihr mit euren Eltern in den Urlaub? Das gibt's ja auch.
Auch chillig.
Ja kann chillig sein, kann auch ganz anders sein. Genau das Gegenteil.
Erzählt doch mal, teilt doch mal ein bisschen. Wir würden uns freuen von euch zu hören.
Genau schaut auch gerne mal auf unsere Instagram-Seite mumsontheedge.podcast.
Und ja wir sind sehr, sehr gespannt. Macht's gut. Ciao.
Wenn ihr wissen wollt, wie unsere Story weitergeht, wenn ihr uns auf unserer Reise begleiten wollt und hören möchtet, wie wir mit all dem umgehen, dann bleibt unbedingt dran.
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Und wir sehen uns.
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