Moms on the Edge

Dein Podcast für Alltags-Truecrime

#5 Party, Kippen, Junkfood – bin ich eine Rabenmutter?

Bin ich eine Rabenmutter?

13.03.2026 56 min Moms on the Edge

Zusammenfassung & Show Notes

In Folge 5 von Moms on the Edge sprechen wir über unsere Laster und überlegen, ob uns diese zu schlechten Vorbildern für unsere Kinder machen. Wir erzählen euch über die Dinge, zu denen wir greifen, wenn der Alltag zu schwer wird oder wenn wir versuchen, uns selbst irgendwo zwischen Verantwortung und Erschöpfung wiederzufinden.

Es geht um Alkoholabstinenz und darum, wie schwer es sein kann, sich selbst treu zu bleiben, wenn überall um einen herum scheinbar Leichtigkeit herrscht. Wir sprechen über Essen als emotionalen Ausgleich, über Belohnungsmuster und über den Versuch, sich kleine Momente von Kontrolle oder Wohlbefinden zurückzuholen. 

Wie immer geht es uns nicht um perfekte Lösungen oder Diagnosen. Wir sind keine Expertinnen. Wir teilen unsere Erfahrungen, Zweifel und Gedanken so ehrlich, wie sie gerade sind. Vielleicht erkennst du dich in manchen Momenten wieder.

Wir würden gerne wissen: Welche Gewohnheiten tragen euch durch schwierige Phasen und welche hinterfragt ihr gerade selbst?

Wenn ihr unsere Reise weiter begleiten wollt, abonniert Moms on the Edge und verpasst keine weitere Folge.

Und an alle Mamas da draußen: Ihr seid nicht allein!

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Triggerhinweis:
In dieser Folge sprechen wir über Suchtverhalten, Alkohol, Essverhalten und mentale Belastung. Bitte achtet gut auf euch beim Hören.

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https://www.nummergegenkummer.de/elternberatung/

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Instagram:
 https://www.instagram.com/momsontheedge.podcast/
@momsontheedge.podcast

mail: momsontheedge.podcast@gmail.com

In Folge 5 von Moms on the Edge sprechen wir über unsere Laster und überlegen, ob uns diese zu schlechten Vorbildern für unsere Kinder macht. Wir erzählen euch über die Dinge, zu denen wir greifen, wenn der Alltag zu schwer wird oder wenn wir versuchen, uns selbst irgendwo zwischen Verantwortung und Erschöpfung wiederzufinden.

Es geht um Alkoholabstinenz und darum, wie schwer es sein kann, sich selbst treu zu bleiben, wenn überall um einen herum scheinbar Leichtigkeit herrscht. Wir sprechen über Essen als emotionalen Ausgleich, über Belohnungsmuster und über den Versuch, sich kleine Momente von Kontrolle oder Wohlbefinden zurückzuholen. Auch das endlose Scrollen am Handy, Schlafaufschub und digitale Gewohnheiten kommen zur Sprache und wir fragen uns, was bedeutet dies im Hinblick auf die Entwicklung unserer Töchter.

Wie immer geht es uns nicht um perfekte Lösungen oder Diagnosen. Wir sind keine Expertinnen. Wir teilen unsere Erfahrungen, Zweifel und Gedanken so ehrlich, wie sie gerade sind. Vielleicht erkennst du dich in manchen Momenten wieder.

Wir würden gerne wissen: Welche Gewohnheiten tragen euch durch schwierige Phasen und welche hinterfragt ihr gerade selbst?

Wenn ihr unsere Reise weiter begleiten wollt, abonniert Moms on the Edge und verpasst keine weitere Folge.

Und an alle Mamas da draußen: Ihr seid nicht allein!

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Triggerhinweis:
In dieser Folge sprechen wir über Suchtverhalten, Alkohol, Essverhalten und mentale Belastung. Bitte achtet gut auf euch beim Hören.

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Transkript

Wir haben uns mit der Situation lange überfordert und allein gefühlt, bis wir uns kennengelernt haben und gemerkt haben, krass, anderen geht es echt auch so. Also falls ihr gerade alleinerziehend seid und euch manchmal alles über den Kopf wächst und ihr mental struggelt, dann seid ihr hier genau richtig. Wir sprechen über Tabus, über die Scham, die uns begleitet, Angst vorm Scheitern, Wut und auch Überforderung. Und über dieses ständige Gefühl funktionieren zu müssen. Obwohl es an allen Ecken und Enden brennt. Wichtig, wir sind keine Expertinnen. Uns geht es auch nicht um Diagnosen oder schlaue Ratschläge. Wir wollen lediglich unsere Story teilen und vielleicht erkennst du dich an der einen oder anderen Stelle wieder. Ich bin Iri. Und ich bin Karo. Und zusammen sind wir Moms on the Edge. Hallo ihr Lieben, wir sind wieder zurück. Wir hatten eine Woche Pause. Ich weiß nicht, ob man es schon gemerkt hat, aber wir sind wieder da und wir haben ein großes Update für euch. Etwas, was wir euch verkünden wollen. Und zwar geht es um Karo. Karo, möchtest du uns was erzählen? Ja, ich habe letzte Woche Montag einen neuen Job angefangen. Uuh, yay! Ich habe damit überhaupt nicht gerechnet. Das hat sich jetzt sehr spontan ergeben. Und ich bin sehr, sehr froh darüber und freue mich auf die neue Herausforderung. Ja. Ja, du wusstest auch nicht lange davor, dass du den Job in ein paar Tagen antreten wirst. Nee. Sondern dass es einmal ganz spontan passiert, ne? Genau. Ja, ich habe auf LinkedIn gepostet, dass ich was suche, auch Freelance-Jobs ich annehmen würde und ja, daraus hat sich dann am Ende was ergeben. Ja, richtig cool. Willst du ein bisschen von dem Job erzählen? Ich bin jetzt Communications und Visibility Manager von einem Accelerator, bei dem ich vorher auch teilgenommen habe, mit der Firma, die ich gegründet habe. Als jemand Accelerator-Programme an sich nicht kennt, also es gibt Programme für Firmen oder Firmen, die sich im Anfangsstadium befinden und Accelerator an sich bedeutet ja quasi Gaspedal. Das heißt, in solchen Programmen kann man viele wichtige Dinge lernen, die man für eine Gründung braucht. Man wird begleitet, man wird gecoacht, man wird beraten, man kann viele Kontakte knüpfen und lernt sich so ein bisschen mit dem neuen, sag ich mal, ja, nicht anzufreunden, sondern ja, man lernt einfach die neuen Dinge von Menschen, die das schon mal gemacht haben. Man kann Fuß fassen, ne? Ja, genau, man kann Fuß fassen und bekommt einfach Raum und Möglichkeiten, ja, richtig loszulegen. Vor allem war es bei dem Accelerator und ist es immer noch sehr wohl der gleiche. Das wird durch das Berlin Start-up Stipendium gefördert. Das bedeutet, die Firmen bekommen dann auch schon Geld tatsächlich und müssen keine Firmenanteile abgeben, aber ich glaube, das geht vielleicht sogar schon ein bisschen zu tief in die Materie rein. Es gibt sehr viele verschiedene Anbieter von Accelerator-Programmen und genau, die laufen alle verschieden. Ja, cool und da hat sich auch gezeigt, dass dieses ganze Netzwerken, also dass die selbständige Arbeit dir auch dazu verholfen hat, jetzt irgendwie wieder einen Job zu finden, ne? Das ist ja ganz cool eigentlich. Ja, 100 zu 100 Prozent auf jeden Fall und ja, ich brauchte auf jeden Fall den einen oder anderen Anstoß von verschiedenen Personen, die gesagt haben, hey, natürlich schreibst du das da rein und natürlich nutzt du dieses Tool LinkedIn einfach und das hat sehr geholfen. Hab ich nicht mit gerechnet und bin umso dankbarer. Ja, nice, ich freu mich richtig doll für dich. Also du kannst sehr stolz auf dich sein und du kannst auch jetzt glaube ich erst mal durchatmen so ein bisschen, weil das war ja, wie wir in den letzten Folgen oft besprochen haben, eins der größten Sorgen. Ja, die finanziellen Sorgen, die dir das bereitet hat, halt auch keinen Job zu haben, ne? Und das ist jetzt wirklich toll, dass es so schnell geklappt hat, auch wenn ich dich sehr vermisst hab, Pia. Verlorene Schwester, so ein Mädchen. Neulich hast du es auch so cool gesagt, da meintest du wie die Mitbewohnerin, die im Wohnen abbaute. Ja genau, meine Mitbewohnerin ist einfach weg. Ja, man muss dazu sagen, jetzt wo wir in den Podcasts reingestartet sind, wir haben uns echt fast jeden Tag gesehen und haben von der Aufnahme bis zur Nachbereitung irgendwie alles mal zusammen gemacht, auch wenn wir parallel gearbeitet haben, ne? Und auf einmal warst du weg und jetzt hast du einen richtigen erwachsenen Job wieder. Ja, aber ich freue mich wirklich für dich und ich finde es auch cool, dass du dir die Zeit für unseren Podcast nimmst und jetzt eigentlich nur die erste Woche erstmal in den neuen Job reingefunden hast. Genau, jetzt ist ja quasi die zweite Woche und ich arbeite ja auch nur drei Tage, von daher ist da auf jeden Fall noch Raum für den Podcast und das will ich auch nicht missen. Cool, auf jeden Fall, ich freue mich sehr. Kommen wir mal zum Rant der Woche. Ja. Ich habe eigentlich keinen so richtigen Rant, also keine gesellschaftskritische Story, die super heftig ist, aber ich habe eine ganz lustige Anekdote, eine witzige Situation, die mir gestern passiert ist. Wie heißt das irgendwie? Wie witzig, aber ich fand es im Nachhinein irgendwie witzig, was das mit mir gemacht hat. Genau, ich war gestern kurz zu einem Termin und danach bin ich dann noch einkaufen gegangen zu Aldi und wenn man, ja eigentlich in jedem Supermarkt, wenn man reinkommt, gibt es ja immer diese erste so, diesen ersten Kühlschrank, wo so Beeren drin sind und Kräuter und sonst was und da standen drei Mitarbeiter, also ein Mann und zwei Frauen und ich habe mich daneben gestellt und habe mir die Blaubären angeguckt und die gerade so verglichen und die standen echt so zwei Meter von mir entfernt und haben zu dritt ganz komisch dieses Regal eingeräumt. Auf jeden Fall war es dann so, dass der Typ einfach so rausgehauen hat, ja, dann musst du dir mal vorstellen, zwei Kinder von zwei verschiedenen Männern, als am besten noch mit einem dritten Kind schwanger, so richtig Marzahn-Style. Ich dachte mir so, okay, Jeremy Pascal. Ich habe mich richtig persönlich angegriffen gefühlt, mir hat sowas noch nie passiert, mir war natürlich klar, dass der nicht über mich redet. Jaja, der hört unseren Puck aus. Ich glaube auch. Auf jeden Fall war ich richtig, wie er starrt. Ich habe einmal so starr in diesen Kühlschrank reingeguckt, war so, okay, was hat er gerade gesagt und dann habe ich richtig gemerkt, wieso mir die Wut hochgekrochen ist und ich war kurz davor wirklich so richtig impulsiv, einmal irgendwas rauszuhauen. Ja, weiß ich auch nicht, was man, irgendwas Dummes hätte ich dann gesagt, glaube ich, ne? Ja, so in die Richtung, äh, wegen Männern wie ihm passiert sowas, oder was? Ja, genau, wegen Männern wie dir, also müssen wir uns trennen und dann suchen wir uns einen Mann, der genauso ist wie du und mit dem kriegt man dann ein zweites Kind. Ne, genau, aber das fand ich schon echt witzig. Das war eine witzige Truppe, weil die dann, dann sind die so vor mir her in Richtung Lager gegangen und die haben, glaube ich, einfach über Arbeitskollegen abgelästert. Auf jeden Fall hat die eine dann zu ihm irgendwie gesagt, ja, und der ist jetzt auch nicht mehr da, weil der immer im Lager mit irgendwelchen anderen Angestellten rumgeturtelt hat und so. Und das war halt so ein witziges Bild, weil die gerade zu dritt auf dem Weg waren ins Lager und die beiden Tratschweimer halt sich total an ihn rangeschmissen haben. Hot. Ja, da geht's ab bei denen. Das war mein Rant der Woche, ich hab mich immer persönlich angegriffen gefühlt von einer Situation, die überhaupt nichts mit mir, also die gar nicht gegen mich gerichtet war, aber natürlich spiegelt das ja mein Leben wieder. Zwei Kinder von zwei verschiedenen Männern und wer weiß, wer vielleicht schon mal so über mich gedacht oder geredet hat. Ich weiß nicht, man fühlt sich dann, glaube ich, einfach getriggert. Ja, aber ich muss ehrlich zugeben, also das ist halt auch schon eine Sorge, die ich habe, nicht weil ich zwei Kinder habe, sondern als, ja, Alleinerziehend, dass das eine Abwertung per se schon ist, ne, auch wenn Menschen die Hintergrundgeschichte dazu nicht kennen. Und ja, ich weiß nicht, ob ich mich teilweise nicht auch selber abwerte dadurch so. Ja, voll, also ich hab das auch. Das war bei mir aber schon mit dem ersten Kind, weil ich einfach, ich war ja 24 als meine große Tochter geboren ist, also auch noch relativ jung, ich sah aber noch viel jünger aus und ich wurde immer für einen Teen-Mom gehalten und ich hab's halt genau auch an den Blicken gesehen, also als wäre ich so mit 15, 16 jetzt Mutter geworden, nicht mit 24. Und da habe ich schon gemerkt, okay, weil so viele halt dann immer geschockt waren, ich habe nicht gesagt, aber ich bin 24, dass ich irgendwie abgewertet werde und dann mit dem zweiten Kind ist, ja, wenn du dann zwei Kinder von zwei Männern hast und man sieht es bei meinen Kindern, dann ist das schon nicht so leicht damit umzugehen. Aber es hilft auch, so eine richtige Scheiß-Egaleinstellung zu entwickeln. Ja, die braucht man auch. Ja, und die braucht man sowieso als Alleinerziehende-Mutter. Ja, ich glaube, die braucht man auch, die braucht man generell oder sowieso. Ich kann ja immer noch von mir ausgehen, nämlich, ich glaube, eine gesunde Scheiß-Egaleinstellung ist nie verkehrt. Das stimmt, aber ich glaube, dass schon viele Leute, die vielleicht eher ein konservatives Leben führen, schon, dass denen das schon wichtig ist, was denken die Nachbarn von mir oder was denken meine Arbeitskollegen von mir. Und ja, ich glaube, wenn man dann einmal in so einer Situation war, wo man merkt, man ist irgendwie so ein bisschen der Systemsprenger, dann musst du dir ja eine harte Schale zu legen irgendwie, ne? Ja, ich glaube, bei dir ist immer gut, die harte Schale. Auf jeden Fall. Ja, ich habe auch einen kleinen Rant mitgebracht, oder vielleicht ist es kein Rant unbedingt, sondern eher ein Update. Ich habe ja gesagt, dass ich bei der Krankenkasse das eingereicht habe, dass ich, oder es war ein formloser Antrag auf Kostenübernahme, weil ich ja gerne testen lassen möchte, ob irgendwie ADHS zum Beispiel vorliegt bei mir. Und das hat die Krankenkasse jetzt erstmal abgelehnt. Aber ich gehe gerade so ein bisschen davon aus, dass das ähnlich läuft wie bei dir mit der Mutter-Kind-Kur, dass erstmal auf Ablehnung gegangen wird und dann, ja, je nachdem, ob die Person dann in Revision geht oder wie die weiteren Schritte eben sind, ja, nochmal genauer hingeschaut wird. Also von daher dürfte ich auf das nächste Update gespannt sein, wenn ich dann in Revision gegangen bin. Aber ich kann mir vorstellen, dass der Widerspruch erfolgreich wird, weil das war ja ähnlich wie bei meiner Ablehnung, und zwar ein anderes Thema mit der Mutter-Kind-Kur, aber die schrieben ja auch, man soll alle Maßnahmen, die zur Verfügung stehen, dann auch in Anspruch nehmen. Zum Beispiel auch dann stationär, wo ich mir denke, wie jetzt stationär Psychotherapie, also dafür muss man nicht stationär gehen. Und das ist ja für uns auch gar nicht so möglich wegen den Kindern. Also wir können organisatorisch gesehen einfach gar nicht alle Maßnahmen, die angeboten werden, in Anspruch nehmen. Und das finde ich auch ein bisschen hochgegriffen, also wenn man einfach zu seinem Alltag stabilisieren wird, dass man dann in eine Klinik gehen soll oder sowas, ne? Ja, das wäre schon toll, wenn du das genehmigen und dann erst einmal mit deiner Diagnose anfangen kannst und so. Ja, ich meine, das ist ja auch nochmal ein weiter Weg. Ich glaube, so was dauert auch eine Weile, bis man da wirklich ein konkretes Ergebnis hat. Ja, ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen. Ja, von mir gibt es auch ein Update zur Krankenkasse, weil wir gerade beim Thema sind. Ich habe die Mutter-Kind-Cur jetzt nach erfolgreichem Widerspruch bewilligt bekommen. Und da freue ich mich natürlich sehr. Die waren auch auf einmal super zuvorkommend. Also auch hier die Frage, hat die Krankenkasse unseren Podcast gehört? Genau, ich habe da jetzt auch eine Sachbearbeiterin, die total nett ist, mit der ich auch öfter jetzt telefoniert habe und wir schreiben uns auch direkt E-Mails hin und her. Und die helfen tatsächlich sogar bei der Suche der Klinik. Also die machen so Reservierungen bei den Wunschkliniken, die man so hat. Und ja, jetzt ist es so ein bisschen problematisch, dass die Kliniken so voll sind, dass mir ein Platz für Mitte September angeboten wurde. Und ich warte quasi noch auf die anderen Kliniken, dass die sich zurückmelden und muss aber jetzt innerhalb der nächsten zwei Wochen dann Bescheid sagen, ob ich dieses Platzangebot für Mitte September annehme. Es ist okay. Es wäre schöner, wenn es schneller gehen würde. Ich verstehe es natürlich, dass es nicht geht. Ich hoffe aber noch, dass ich irgendwie nachrücken kann. Ja, weil ich möchte ja auch irgendwie gerne so ein bisschen planen, wie es dann so weitergeht. Ob ich noch mal eine Weiterbildung mache oder wie ich wieder ins Berufsleben einsteige. Und dann ist es halt, es wäre ein bisschen leichter gewesen, wenn ich jetzt die Rehabilitierungsmaßnahme hätte machen können. Ja, klar. Ich bin jetzt schon mal ein bisschen am Fresh Start, um dann relativ zügig wieder ins Berufsleben einzusteigen. Aber schauen wir mal. Ja, ich freue mich natürlich auf jeden Fall, dass das jetzt für dich schon mal hingehauen hat und das bedeutet ja auch, es gibt Licht am Ende des Tunnels und man kann auf jeden Fall auch Erfolg haben, wenn man dran bleibt an den Sachen. Aber ja, dem einen oder anderen fällt das leichter oder schwerer. Deswegen bin ich ganz dankbar, dass du mich da auf jeden Fall auch unterstützt. Ja, ich glaube Widerspruch einlegen ist echt in vielen Fällen erfolgreich. Und ich glaube, die hoffen so ein bisschen darauf, dass der Erschöpfungszustand groß genug ist, dass man nicht die Kraft aufbringt, da jetzt gegen anzugehen, weil es halt nur einfach Geld kostet, so eine Maßnahme. Und die wollen natürlich, die Kassen sind leer, die wollen natürlich diese krassen Ausgaben vermeiden, wenn es auch anders geht. Ja, kann man vielleicht auch nachvollziehen, wenn man versucht, sich in deren Rolle reinzudenken. Aber ja, auf der anderen Seite brauchen die Leute das ja. Kommen wir vielleicht zu aktuelleren Themen. Wie war denn die letzte Woche so? Gibt es was Neues abgesehen von meinem Job? Ja, die letzte Woche war heavy, würde ich sagen. Also ich bin jetzt gerade ein bisschen angeschlagen. Ich weiß nicht, ob man es auch hört. Ich hoffe nicht so doll. Ich glaube, das ist auch so ein bisschen aus einer allgemeinen nicht so guten Stimmung und Erschöpfung so ein bisschen resultiert. Jetzt geht es mir besser, aber letzte Woche ging es mir tatsächlich gar nicht gut. Vorletztes Wochenende ging es ja mit dem schönen Wetter in Berlin los. Und es war wirklich einfach Bombenwetter. Alle Leute waren auf einmal draußen. Man hatte so das Gefühl, die ganze Stadt blüht auf. Alle kommen aus ihren Löchern gekrochen. Und ich hatte ein Wochenende mit meinen Kindern, wo ich auch, ich glaube eigentlich gar nicht mit anderen Leuten verabredet war. Ich habe mich einfach sehr viel um Schulkram gekümmert mit meiner Tochter und Freitag dann noch einen Kieferorthopäden Termin und so weiter. Und ja, habe einfach gedacht, wir machen uns ein relativ entspanntes Wochenende mit ein bisschen Mathe-Lärm. Diese Folge enthält Inhalte, die für einige emotional aufwühlend und psychisch belastend sein können. Daher bitten wir euch gut, auf euch acht zu geben. Die möglichen Trigger findet ihr in unserer Folgenbeschreibung. Ja, und irgendwie, als das Wetter schön wurde, fing es das erste Mal an, für mich schwierig zu werden mit meiner Abstinenz. Also man muss dazu sagen, vorgestern war ich zwölf Wochen abstinent von Alkohol. Yay! Ja, schon mal ein großer Meilenstein. Glückwunsch, hast du vorher jetzt gar nicht erzählt. Finde ich gut. Sehr gut. Ich habe es auch nicht groß gefeiert. Aber ich habe mich sehr gefreut, dass ich die zwölf Wochen, ich sage mal, relativ unkompliziert jetzt einfach irgendwie so durchgezogen habe. Und dass ich jetzt auch nicht so wirklich Lust hatte, Alkohol zu trinken. Das hat sich aber schlagartig mit dieser ganzen Stimmung und mit dem Wetter geändert. Und ich wusste plötzlich überhaupt nicht mehr, was mit mir los ist. Also es war dann so, dass wir Freitag beim Kieferorthopäden waren. Und danach bin ich mit meinen Kindern libanesisch essen gegangen. So ganz spontan. Und abends haben wir dann, da habe ich schon gemerkt, okay, irgendwie ist es so tolles Wetter. Ich wäre jetzt gerne einfach mit Freunden unterwegs oder was trinken gehen und keine Ahnung. Und dann haben wir abends irgendwie gemerkt, dass das Handy von meiner Tochter unaufwendbar ist. Und dann habe ich da angerufen und auf einmal ging so ein Typ ran und meinte, hey ja, ich bin der Besitzer von dem Restaurant und ihr habt das Handy hier vergessen. Und ich lade das für euch auf. Das könnt ihr morgen abholen. Ich bin auch den ganzen Tag da zum Arbeiten. Oh, wie cool. Ja, super nett. Und dann wusste ich halt, okay, wir müssen da samstags wieder hinlaufen. Und es war eine ganze Ecke, das waren so zwei Kilometer. Und es war BVG-Streik, deswegen sind wir schon Freitag Abend zu Fuß zurückgelaufen. Also die Öffis sind nicht gefahren. Genau. Und dann war es aber eigentlich ein ganz schöner Walk, weil man halt so durch den Park spazieren gehen konnte. Und dann haben wir samstags das Handy abgeholt und auf dem Weg nach Hause sind wir durch den Park nach Hause gelaufen und dann kamen uns so riesige Scharen an Menschen, an jungen Menschen entgegen, auch so mit Sektflaschen und richtig guter Laune und weißt du, so den Jutebeutel gepackt für einen schönen Tag im Park. Und da sind ja bei uns diese Flaggtürme im Park und da gab es, also ich habe schon von unten gehört, dass da oben halt so ein Rave stattfindet. Ich war so, oh krass, voll voll nice eigentlich bei dem Wetter und da oben kann man halt auch voll den schönen Sonnenuntergang sehen und so. Und ich hatte halt meine Kinder im Schlepptau, die die ganze Zeit gejammert haben über diesen langen Weg, die richtig schlechte Laune hatten und sich auch die ganze Zeit gezangt haben. Ich war richtig ausgelaugt und ich habe mich in dem Moment so einsam, alt und verbraucht gefühlt und ich dachte so, ich hätte am liebsten einen Babysitter und würde da oben auf diesem Rave einfach feiern und ein bisschen was trinken und eine gute Zeit haben. Und dieses Gefühl hat einfach eine Woche lang angehalten und das war einfach extrem schwer für mich. Aber du hast das durchgehalten. Ja, ich habe das durchgezogen, weil ich halt auch, ich kenne mich einfach. Bei mir ist es halt so, natürlich könnte ich jetzt irgendwie was trinken, aber bei mir ist es so, dass auf Dauer halt so ein Scheiter umlegt und ich möchte einfach nicht wieder regelmäßig trinken. Es würde dann immer regelmäßiger werden und wieder auch toller und mit Feiern gehen und sonst was. Es würde sich einfach wieder in diese Richtung entwickeln und gerade möchte ich das einfach nicht für mich. Und kann das einfach ausschließen und ich bin einfach froh, dass ich das so weit im Kopf durchexerzieren konnte. Dass ich sagen konnte, okay, nach A kommt B und dann kommt C und dann passiert das und das wollte ich einfach nicht. Aber mir ging es wirklich nicht gut damit. Und das Schlimme ist, finde ich, wenn man sich so einsam fühlt, also für mich persönlich ist es dann immer am schwersten, Leute zu fragen, hey, kommst du vorbei oder wollen mich chillen oder so was? Weil ich denke dann einfach, ich bin keine gute Gesellschaft, so möchte man nicht mit mir zusammen sein und meine Social Battery ist dann halt auch komplett leer. Ich kann dann nicht einfach da sitzen und so tun, als ob ich gut drauf wäre. Es gibt Freundschaften wie zum Beispiel bei uns und ich habe noch ein, zwei andere Freundinnen, bei denen das so ist, wo ich das eigentlich auch einfach so rauslassen kann. Aber gleichzeitig möchte man das selbst? Ja, man kann sich halt selber nicht so richtig gut ertragen in so einem Zustand, sage ich mal, und dann hat man vielleicht auch gar nicht unbedingt Bock auf jemand anderen, aber gleichzeitig braucht man irgendwie diesen sozialen Kontakt. Ja, total. Ich merke dann in solchen Momenten, es ist ganz komisch, wenn ich dieses Gefühl von Einsamkeit habe, dann kommt halt so dieses Hochach, ich würde jetzt gerne ausgehen und einfach ganz easy auch so Leute kennenlernen und irgendwo in der Bar quatschen oder sonst was. Ich glaube, da steckt auch viel noch so dieser Trennungsschmerz von meinem Ex-Freund dahinter. Also das ist jetzt schon lange her, aber trotzdem, also Monate her, aber es ist trotzdem halt immer noch schwer für mich. Und ich glaube, dass das alles irgendwie mündet auf diesen Dopaminmangel, also ständiger Dopaminmangel, und dass ich einfach diese Dopaminspitzen brauche. Ja, ich meine, das passt ja sehr gut zum Thema der Folge. Wir wollen ja heute über unsere Laster sprechen. Und da hast du ja schon mal ganz gut vorgelegt, würde ich sagen. Ich glaube auch. Ja, ich habe natürlich auch ein paar Themen mitgebracht, die ich teilen möchte. Und zwar habe ich so Phasen, in denen ich mir übers Essen so Genuss und Wohlbefinden zurückhole. Also zumindest glaube ich, erhalte ich es für das in dem Moment. Und mir fällt es schwer, das ja auch zu kontrollieren mitunter. Ich meine, im Grunde ist es ja ein Selbstbetrug, weil es ist ja wirklich nur ein kurzer Moment von Genuss und Wohlbefinden. Und ja, am Ende überesse ich mich, habe Bauchschmerzen, fühle mich elend, weil ich so viel gegessen habe, habe Darmprobleme. Ja, und übergehe auch dort erneut. Das Thema hatten wir ja schon, ja, meine Grenzen. So und ja, auf Deutsch gesagt fühle ich mich in der auch einfach beschissen. Ich will dann schlafen gehen und dann aus die Maus am Ende. Das ist halt phasenweise zurzeit habe ich das nicht so stark, weil der, ich weiß nicht, irgendwie, ich habe gerade keine Zeit oder den Kopf nicht oder das Bedürfnis nicht, meine Stimmung mit Essen zu kompensieren. Das ist ganz gut. Ich hoffe, das bleibt eine Weile so stabil. Aber ja, es gibt eben, ich habe auf jeden Fall auch schon andere Zeiten erlebt, so vor allem auch nachdem meine Tochter zur Welt gekommen ist, wo ja auch alle immer sagen Ja, du stillst doch, du brauchst dir wirklich keine Gedanken machen und so. Ja, und natürlich auch so zyklusbedingt, also vor meinen Tagen, wie nennt man die Luthierphase? Die Luthierphase. So bin ich natürlich auch einfach, ja, dann bin ich heißhunger und esse alles, was um mich herumliegt. Ja, das ist mal mehr, mal weniger und das meiste ist ja auch ein bisschen verbunden mit, ja, einer nicht so guten Stimmung. Ja, ich finde das so krass wie ähnlich. Dieses Verhalten, obwohl das ein ganz anderes Thema ist, so also das ist so genau anwendbar auf mich mit dem Alkohol. So, ne, dieses Ja, dann hast du jetzt mal einen Abend Spaß und dann machst du mal ein bisschen doller und so und dann nächsten Tag schlechtes Gewissen. Warum? Oh nee, es hätte doch nicht sein müssen und so. Und einfach, ja, dass man sich so total unwohl damit fühlt und ganz, ganz unzufrieden mit sich ist. Ja, auch vor allem halt dann der Blick in den Spiegel irgendwie nicht. Ja, same. So verkatert in den Spiegel, guckst, so dicke Augen hast du. Also es ist halt anders, aber es ist sehr, sehr parallel trotzdem, finde ich. Ja, die Gefühlswelt und was man da durchmacht, so ne. Ja. Krass. Und hast du eine Idee, warum es das Thema Essen ist? Hm. Ja, ich hab allgemein hab ich schon das Gefühl, ich bin irgendwie so ein Genussmensch. Ich versuche schon immer auch was fast, glaube ich, egal mehr, was ich mache, irgendwie so was, was Schönes mit reinzubringen, was mir ja irgendwie Zufriedenheit schenkt. Und das ist eine einfache, ein einfaches Mittel, sag ich mal, mit Essen, weil jeder muss essen und es ist gefühlt immer da. Vorausgesetzt man war einkaufen. Irgendwas findet man ja immer. Aber du legst ja schon auch Wert auf die Qualität von Lebensmitteln. Du bist jetzt nicht so eine junkfood Alte wie ich. Ja, kommt auch immer ein bisschen auf den Geldbeutel drauf an. Aber das stimmt schon. Das kommt natürlich auch ein bisschen daher, dass ich ja diese Neurodermitis Geschichte habe und darüber ja auch gelernt habe, wie wertvoll und wichtig das ist, gesunde Sachen zu essen und darauf zu achten, dass die halt nicht so voll sind mit Pestiziden und so. Aber ich meine, ja, es gab auch schon als ich ein kleines Kind war immer so Kommentare wie auch das Kind ist so schön. Das ist so toll. Wow, du hast aufgegessen. Morgen scheint die Sonne. Das sage ich zu meiner Tochter auch immer. Aber gut, dass du es sagst. Da muss man mal drüber nachdenken. Also ich jetzt auch. Aber bei deiner Tochter macht man sich ja manchmal Sorgen, dass sie nicht genug ist tatsächlich. Nee, es geht um die andere Tochter. Die Kleine ist doch wie ein Scheundrescher und ich sage, ich sage halt immer Ja, und das ist so toll, dass sie so gut ist, weil ich ja das Gegenstück dazu habe. Also meine große Tochter ist ja wie eine Maus und die Kleine halt, die schaufelt ordentlich. Na ja, okay. Ja. Und ja, ich mache mir halt manchmal Sorgen, weil sie auch sehr viel Zucker isst und so was. Und ich sage auch manchmal, es muss doch auch mal eine halbe Stunde ohne Essen gehen. Also es ist eher dann aus der Not heraus, weißt du, wenn man unterwegs ist oder so und dann hast du gerade gegessen, eine halbe Stunde später sagt das Kind schon wieder Ich habe Hunger. Das ist nicht um sie abzuwerten, sondern. Ja, ich meine, ist es dann vielleicht auch ein Langeweile Faktor oder? Ich glaube schon. Ich sage immer zu ihr, dein Mund hat Langeweile. Mhm. War das bei dir denn so? Da hattest du einfach Hunger. Ich glaube, ich habe versucht, weiß nicht, ein Loch zu stopfen, was ich gar nicht richtig definieren konnte. Also jetzt so als Jugendliche oder so. Und dann habe ich aber ich war nie krass übergewichtig. Das muss man schon auch dazu sagen, glaube ich. Aber ich habe. Ja, trotzdem versucht, irgendwie in einem Schönheitsideal nachzueifern. Und ich glaube, so in Abi Zeiten auf jeden Fall auch. Ja, mich an so eine strikte Diät gehalten. Ich weiß am Ende nicht, wie lange ich das gemacht habe, aber ich glaube, die war eigentlich recht ungesund, so irgendwie mit einem fetten Kaffee zu starten. Dann hat man schön viel Milch und Kaffee. Das setz ich dir erst mal und dann zum Mittag hin. Also es ist ja geht so in Richtung Intermittieren des Fasten, aber ja schon. Ich glaube, ich habe es ein bisschen übertrieben, so weil ich habe damals schon auch gemerkt, okay, meine Konzentration, die schwächelt ganz schön. Das heißt, du hast wahrscheinlich auch deinen Kalorienbedarf am Tag einfach nicht gedeckt. Ja, denke ich auch. Naja, und durch die Neurodermitis, also die hatte ich ein bisschen später. Also ich hatte die ganze Zeit, aber die hatte dann ja auch ein bisschen mehr. Also ich hatte die ganze Zeit, aber die hatte dann ja einen krassen Schub. Anfang 20, sodass auch mich Leute angesprochen haben, weil der Arbeit, ich habe da in einem Restaurant gearbeitet und die haben mich ungefragt im Grunde, haben mir ihre Tipps gegeben und da kam dann so was raus wie ja, also ja, ich habe das auch und entschuldige, dass ich dich jetzt anspreche und so. Aber ich würde nur sagen, bei mir hat das total geholfen, dass ich Paprika, Tomate, Weißmilch und Zucker und Milch weggelassen habe. Probier das doch mal aus und so. Und in der Phase war es sehr akut, also einmal, dass man es gesehen hat, aber ich selber war dadurch natürlich auch stark auf der Suche und habe von mehreren so verschiedene Hinweise bekommen und war dann ja überfordert und auch sauer, weil ich so dachte, boah, das kann doch nicht sein, dass ich die Sachen nicht mehr essen kann. Also ich liebe Essen und auf irgendwas zu verzichten, fand ich ganz, ganz schrecklich und dann hatte ich aber auch so hin und her geworfen zu werden, ja, Montag ist es die Milch, Mittwoch ist es die Paprika. Was ist es denn jetzt so? Und nie wirklich zu wissen. Das war einfach so krass übergriffig. Ja. Also wie kann man sich das rausnehmen, irgendwelche Leute anzusprechen? Aber gerade Neurodermitika haben oft dieses Ding, dass sie von außen viel angesprochen werden, weil man dann irgendwelche anderen Eltern trifft, wo das Kind zum Beispiel auch Neurodermitis hat. Die Creme hat bei uns geholfen. Die müsst ihr auch nehmen. Dass aber jeder Neurodermitika auf was anderes reagiert oder gut anspringt, das ist den Leuten dann irgendwie völlig schleierhaft anscheinend. Also es ist schwierig. Bei Neurodermitis ist es halt nicht so, dass du eben diese eine Tablette hast oder diese eine Creme und die hilft dann allen oder für alles, sondern es ist halt multifaktoriell und kann einfach sehr viele verschiedene Gründe einfach haben, wie es jetzt, warum die Haut so reagiert. Ja, ich glaube Neurodermitis ist eigentlich auch ein veralteter Begriff. Das heißt doch dermatopisches Exzem. Und gar nicht Neurodermitis. Vielleicht noch mal eine Korrektur an der Stelle, aber ja. Aber selbst die Ärzte sagen auch immer noch Neurodermitis, ich glaube, der ist so eingebrannt. Ja, anyways, verstehe, also das ist schon, wenn man da in alle Richtungen irgendwie gebremst wird auch und immer das unterdrückt wird, also ich kann verstehen, dass man dann irgendwo auch so ein bisschen Probleme mit der Ernährung bekommt. Ja, ich glaube es ist auch immer so ein bisschen so Zurückholen von, ja ich weiß auch nicht, eine gewisse Freiheit. Ich darf jetzt essen, so viel ich will oder was ich will oder ja, wie gesagt, also Genuss und Wohlbefinden, obwohl es natürlich ein Trugschluss ist. Ja, das hört sich an, aber auch wie das Thema Revenge, Bad Time, Procrastination. Also dieses, ich will mir damit was zurückholen. Ja, das stimmt. Um diesen Begriff vielleicht noch mal ganz kurz zu erklären, auf Deutsch würde man sagen, aus Rache so spät ins Bett gehen. Das ist natürlich Quatsch, das ist ja keine Rache, aber so auf jeden Fall ist es ein Bewusstes hinauszögern der Schlafenszeit, ja, um persönliche Freizeit nachzuholen, die man eben tagsüber durch Arbeit oder Verpflichtungen irgendwie nicht hatte. Und das kann ich tatsächlich auch sehr gut, ja, also irgendwie da noch meine, ja wenn es nur 10 Minuten wären, ne, also so Candy Crush oder irgendein anderes Doom Scrolling oder beziehungsweise so Endlos Scrawlen, was ich glaube, was wir alle kennen. Also am Handy einfach viel rumhängen oder auch kleine Shopping Trips, bei denen man vielleicht nur guckt und was in den Warenkorb schmeißt, aber nicht kauft oder ja, da gibt es ja viele Varianten, aber bei mir ist es dann eben doch das Spielen. Ich mache das ja, um runterzukommen. Auch eine Form von Tetris habe ich kürzlich entdeckt, finde ich super. Ich finde es so lustig auch, tut mir leid. Ja, es ist ja auch so, ne, wenn ich mir denke, okay, schönen guten Tag, ich bin eine 37-jährige Frau und ich spiele Candy Crush und was machen Sie so in Ihrer Freizeit? Und ich denke, hast du ein Rad ab? Ich stelle mir das auch so vor, wie du so nachts im Bett liegst und man sieht so einfach nur dein Gesicht so angestrahlt und du spielst irgendwie so eine verrückte Candy Crush. Ich habe es halt mit bewusst auch nicht auf meinem Handy, sondern ja, ich missbrauche dafür das Tablet meiner Tochter noch besser. Ja, aber ich verstehe es total. Ja, ich brauche das tatsächlich auch immer richtig doll. Also ich habe vorhin das Zimmer Dopamin mangel auch angesprochen. Genau, ich hole mir so meine Dopaminspitzen so zurück, ne? Also ja, ich brauche eine Belohnung für den harten Tag, keine Ahnung. Ja, ich glaube, wir beide haben so ein starkes Belohnungssystem, das auf unterschiedliche Arten und Weisen, aber nach ständiger Stimulierung schreit. Und ja, ich merke das bei mir auch total krass. Also ja, wenn es mir zum Beispiel psychisch schlecht geht, dann ist halt viel weniger Selbstversorge da. Und bei mir resultiert das immer darin, dass ich zu wenig esse, dass ich dann halt zum Beispiel meinen Kalorienbedarf nicht decke. Und es ist ja gerade eh ein bisschen schwer. Ich mache gerade so ein bisschen auch aus gesundheitlichen Gründen Intervallfasten seit Anfang des Jahres, aber nicht sehr extrem. Also ich mache auch ein bis zweimal die Woche Ausnahmen. Und wenn es mir mal nicht so gut geht, dann mache ich auch eine Ausnahme und so. Aber generell läuft das ganz gut. Aber wenn ich da dann irgendwie das nicht schaffe, meinen Kalorienbedarf zu decken, dann ja, das merke ich halt auch immer schnell wieder, dass ich diese Dopamin Keks brauche, dass ich dann denke, jetzt könnte ich ein Glas Wein trinken oder so. Und also ich habe tatsächlich, ich brauche auch immer diese Dopaminspitzen, um mich irgendwie fühlen zu können. Aber du trinkst ja das Glas Wein dann nicht. Was machst du dann? Hast du dann irgendwie, wie sagt man das, eine Ersatzhandlung oder? Ja, bei mir ist es tatsächlich auch dieses Doomscrolling. Also ich merke, dass ich das schon verlagert habe. Ich hätte mir gewünscht, dass ich sag mal alle Verhaltensweisen, die in diese schnelle Dopamin Keks Richtung geht, dass ich die alle so ein bisschen runterschraube, wenn ich keinen Alkohol trinke. Ich merke aber, dass ich halt einfach noch mehr am scrollen bin, vielleicht auch, weil ich halt gerade keinen Job habe und keinen Alkohol trinke, dass dann da auch abends dann oft die Einsamkeit und Langeweile irgendwie reinspielt. Aber ich sag mal so, ich bin gerade okay damit, das so zu haben, weil ich finde, ja, ich finde es immer noch besser, als Alkohol zu trinken, weißt du. Und ich habe halt schon seit meiner frühen Kindheit irgendwie ein sehr exzessives Verhalten an den Tag gelegt. Also es war schon sehr früh alles bei mir mit, sehr früh angefangen zu rauchen, tatsächlich mit zwölf. Ja, ich auch ähnlich. Ja, und sehr früh angefangen Alkohol zu trinken. Und ich muss auch sagen, das war bei uns in der Familie einfach normal. Also was nicht normal war, mein Vater war Alkoholiker und mein Vater ist verstorben, aber er war Alkoholiker und es war auch schon sehr, sehr extrem mit ihm. Also dass er dann halt einfach sich nicht so richtig unter Kontrolle hatte und sich auch nicht gut kümmern konnte. Und ansonsten war aber Alkoholkonsum in meiner Familie das Normalste der Welt. Also man hat sich dann nicht irgendwie komplett weggeschossen, aber es wurde ständig und eigentlich immer Alkohol getrunken und wir sind auch sehr, sehr oft essen gegangen. Das war dann mehrmals die Woche und da wurde halt dann auch immer Wein getrunken. Ja, und ich habe einfach lange nicht gemerkt, dass schon in meinen frühen Zwanzigern, dass ich ein sehr exzessives Verhalten in Bezug auf Alkohol hatte und mich da halt auch wenig reguliert habe. Weil ich einfach dachte, das macht doch jeder. Und es musste da auch erst von außen darauf hingewiesen werden, dass es nicht jeder macht, zu Hause abends ein Glas Wein zu trinken. Es hat einem sehr lange gedauert, bis ich das überhaupt erst begriffen habe. Also du meinst, ohne dass so die gesellschaftliche Komponente da ist, von wegen man sitzt gemeinsam zusammen und weiß nicht, hat irgendwie einen Anlass, weshalb man trinkt, wobei auch viele ohne Anlass, man ist halt einfach, kein Ahnung, Freitagabend und trifft sich und... Ja, mit Anlass, ohne Anlass, so das war... Aber auf jeden Fall auch ohne Gesellschaft. Ja, genau, abends ist Entspannung gerade dann nach der Arbeit. Als ich aus der Stehzeit raus war, wurde das einfach super regelmäßig. Und dann habe ich auch relativ schnell angefangen zu arbeiten, da war meine kleine Tochter ja erst zehn Monate alt. Ach krass. Und dann ging das ganz schnell, dass ich abends zum Runterkommen dann ein, zwei Gläser Wein getrunken habe. Es war nicht jeden Abend, es gab auch mal Pausen dazwischen, aber es war einfach eine Regelmäßigkeit. Und ich habe mich natürlich, ich habe Alkohol als Medikation benutzt schon. Kann man sagen. Ich war, ich habe das nicht nur gemacht, weil mir das Glas Wein so gut schmeckt und weil ich so ein krasser Weinkenner bin, sondern ich habe es halt wirklich gemacht so nach dem Motto, okay, das war ein richtig anstrengender Tag, jetzt so ein Gläschen Wein, dann ist der Kopf wieder ein bisschen leichter und so, dann kann man gut einschlafen. Ach so ein bisschen als Belohnung, oder? Ja, da sind wir wieder beim Belohnsystem. Genau. Krass, wie sich das so entwickelt hat und wie doll ich einfach dachte, dass das normal und richtig so ist und dass das kein Problem werden wird. So und turns out, es ist ein Problem. Also mein Trinkverhalten, ich würde nicht mal sagen, dass dieses sehr regelmäßige Trinken das Problem ist, sondern dass ich dadurch auch, also ich habe regelmäßig in normalen Ausmaßen getrunken. So dieses ein, zwei Gläser Wein, man ist nicht besoffen oder weißt du, benimmt sich irgendwie komisch oder so was und dann aber alle paar Wochen so ein bisschen Eskalation, Party machen. Meine Kinder sind ja auch immer am gleichen Wochenende dann bei ihren Vätern, das heißt, ich habe das dann schon genutzt, auch um richtig auszugehen. Gut getimed, genau, du hast dann halt zwei Tage Zeit zum Auskurrieren. Also ich habe tatsächlich dann auch das Auskatern mit einbezogen zeitlich und überleg dir mal, wie viel Lebenszeit. Muss man ja, wenn man älter wird. Mir tut es leid, dass ich so viel Lebenszeit darauf verschwendet habe. Also ich hatte natürlich auch, wenn ich feiern gehe, weißt du, da werden ja auch andere Substanzen eingenommen und da hatte ich dann auch Kontakt mit und das war dann halt in regelmäßigen Abständen. Aber ich finde problematisch, gerade wenn du Kinder hast, also das ist einfach nicht cool. Und ja, ja, ich meine, es hätte ja auch mal irgendwie was sein können, wo du einfach, wo du hättest hingehen müssen. Der eine Vater ruft dich an und sagt, pass auf, da weiß ich nicht, wir müssen jetzt ins Krankenhaus, weil Kind ist gestürzt oder sonst irgendwie was. Ja, natürlich. Dann hätte es ja gut sein können, dass du nicht so adäquat am Start hättest sein können. Nee, das ist auf jeden Fall nicht. Ja, das war irgendwie war so dieses Ausgehen dann immer mein Ventil. Wenn es über Wochen alles zu anstrengend war, dann mal wieder so richtig unter den Augen zu und tanzen über Stunden und so. Also das war schon einfach mein Ventil im Vordergrund stand natürlich, halt Konsum, das kann man ja nicht anders sagen. Also bei mir wäre das umgekehrt an der Stelle. Einfach tanzen, ich weiß noch, ich weiß noch ganz genau, wir waren aus. Wie lange ist das her? Oha, richtig lang. Weiß ich nicht, sechs, sieben Jahre. Ich glaube, ich, keine Ahnung, lass mich lügen, da hast du noch im Biergarten gearbeitet bei dem Pizza, in dem Pizza Biergarten. Und dann waren wir im SO 36 mit ein paar Arbeitskollegen und ich glaube, vorher gab es im Biergarten schon ein bisschen eine Party. Und dann waren wir zusammen im Club und ich habe gedacht, Alter, ich fühle mich so frei, ich habe einfach nur Augen zu und tanzen. Ich habe da auch noch eine Person getroffen, die ich aus der Schulzeit kannte und die hat sich total gefreut und so. Und ich dachte, ich kann jetzt nicht mit dir quatschen. Weißt du was? Ich habe nie in meinem Leben Zeit zu tanzen. Ich muss nicht tanzen, ich will nicht mit dir quatschen. Lass mich nur, wir haben so die Füße wehgetan am Ende des Abends. Ich weiß, wir sind im Hellen dann irgendwann nach Hause gelaufen mit zerstörten Füßen. Und drei Promille. Ja, genau. Ja, also tanzen kann ich extrem gut nachvollziehen als Ausgleich und dazu hilft manchmal auch ein bisschen Alkohol, ob ich den unbedingt brauche. Ich glaube aber, also erstmal glaube ich, es gibt keinen gesunden Umgang mit Alkohol und trotzdem glaube ich, dass dein Umgang mit Alkohol auf jeden Fall besser ist als meiner und dass da alles bei dir in Ordnung ist. So du bist nicht jemand, der ständig feiern geht und auch nicht zu jedem Anlass Alkohol trinken muss. Ich provoziere halt anders mein Schlafmangel. Candy Crush. Oh man ey, ja, weiß ich auch nicht, auf jeden Fall. Die letzte Woche ging dann auch so ein bisschen komisch zu Ende. Ich war Freitag auf einem Spielplatz, wo ich eigentlich freitags oft war. Da ist ein angrenzender Markt in Berlin-Mitte und da ist auch schon ein Weinausschank und da sitzen die ganzen Eltern dann mit Weinenflaschen auf dem Spielplatz. Das ist schon irgendwie echt crazy. So, das ist Berlin, ne? Es fiel mir echt schwer. Mann, das Wetter war wieder so gut und alle so fröhlich am Wein trinken und ich habe mich ja auch nie gescheut, so an Kindergeburtstagen Alkohol zu trinken und so. Das ist auch irgendwie in meinem Umfeld völlig normal, weißt du? Das haben ja auch immer alle mitgemacht und so und wie gesagt, man findet immer einen Anlass zu trinken. Auf jeden Fall war ich dann Freitag auf diesem Spielplatz, wo ich nicht unbedingt hin wollte, aber meine Tochter wollte unbedingt dahin, die Kleine. Und ja, war auch jetzt gar nicht so gut drauf irgendwie, hat mir an mir geklammert und dann wollte ich nach Hause, weil ich gemerkt habe, dass ich richtig schlechte Laune kriege. Und es war in dem Moment nicht so, dass ich auch trinken wollte, sondern ich habe mich einfach wieder so, ja so ein bisschen vereinsamt gefühlt und diese ganzen Leute, die so in kleinen Grüppchen zusammen standen mit ihrem Weinchen und so, ne? Das war so, ich glaube, so eine Gesamtsituation, die mich so überrollt hat und ich habe einfach gemerkt, ich möchte nach Hause und meine Tochter wollte aber nicht. Und dann habe ich sie die ganze Zeit so gelockt, irgendwie so, wenn wir nach Hause gehen, dann kannst du gleich einen Film gucken und so. Dann meinte sie so, Mama, kann ich auch ein paar Süßigkeiten? Und ich so, ja auch das und so, das ist zwar los. Und ich habe sie einfach richtig krass bestochen und habe mir danach so gedacht, boah, aber es musste in dem Moment sein. Ich habe einfach gemerkt, so mir ging es nicht gut und ich wollte bloß da wegkommen, weißt du? Ja, ja. Ja, ich meine, manchmal braucht man halt so eine Hilfsmittel und du hast sie bestochen, ja, aber du hast sie halt nicht erpresst. Das geht nochmal in eine andere Schiene rein und ich glaube so for the greater good irgendwie so, ne? Also du hast ja, glaube ich, so das Gesamtbild natürlich im Blick gehabt und auch selbstfürsorge an der Stelle geleistet für dich. Ja, genau, aber es ist ja irgendwie auch wiederum eine schöne Überleitung zum Thema Screen Time bei Kindern. Und anderem Suchtverhalten. Ja, also meine Kleine ist ja total sichtlich nach Zucker, das nervt mich so. Also ich versuche es auch schon ein bisschen abzustellen und bei meiner großen Tochter ist es überhaupt nicht so schlimm. Aber ich glaube, viel dramatischer ist so diese, ja, Screen Time auf Deutsch übersetzt Bildschirmzeit. Es gibt aber auch einfach extrem viele Bildschirme mittlerweile, also sei es Handy Tablet, Fernseher. Du hast halt andere Möglichkeiten auch als damals. Guck mal, bei uns gab es irgendwie so Free TV, da haben die Eltern mal den Fernseher angemacht, dann daddelte das auch so ganz ewig im Hintergrund. Aber man hat auch währenddessen irgendwas gespielt oder gemalt oder so. Dann hat man mal was geguckt, wenn es um die Uhrzeit kam. Und jetzt gibt es ja auch die ganzen Streaming Plattformen, das heißt, du kannst richtig Binge Watchen, du kannst alles um jede Zeit gucken. Du kannst ohne Werbung die ganze Zeit eine Folge nach der anderen schauen. Und das ist natürlich nochmal anders, als es bei uns damals so war, als wir Kinder waren, ne? Jaja, voll. Ja, und man muss auch sagen, die jüngere Generation hat schon mehr mit dem Thema Sucht in Richtung Social Media und digitale Medien zu kämpfen als Rauchen. Und da steckt einfach irgendwie eine große Gefahr drin, weil ich glaube, das wurde nochmal befeuert. Durch Corona auch. Du kannst ja jedem bei allem permanent irgendwie zuschauen und zusätzlich oder ich glaube, es ist so was Automatisches, was einfach jeder macht. Und vor allem man verstärkt in der Pubertät macht, weil man ja dann eh so auf der Suche ist. Aber du kannst dich halt ja extrem vergleichen die ganze Zeit. Und je nachdem, wem du halt dann folgst oder ja, wem du da zuschaust, kannst du dich halt entsprechend fühlen, sag ich mal so. Ich muss sagen, ich bin froh, dass wir noch nicht an dem Punkt sind, wo wir uns darüber Sorgen machen müssen, wem unsere Töchter folgen. So ich glaube, das wird auch nochmal echt Next Level. Das wird schwer für uns, weil ja, du da kommst dann auch wieder zurück zum Thema zum Beispiel Konsum und Essverhalten und so, ne? Und schlank sein. Also es ist ja ein riesiger Halbschlank zu sein. Und das macht mir auch schon Sorgen, wenn man so Töchter hat, ne? Ja, das, ich meine, es fängt halt wahrscheinlich so ein bisschen an bei einem selber auch, was man vorlebt. Wie man selbst am Handy rumhängt, wie viele Serien man vielleicht guckt, je nachdem, das weiß ich nicht. Das müssen ja vielleicht die Kinder gar nicht mal so unbedingt mitbekommen, aber auf jeden Fall der eigene Handykonsum. Ja, das auf jeden Fall. Das hat einen Einfluss, ja. Und meine Tochter hat jetzt noch kein Smartphone, aber natürlich hätte sie gern eins. Auch schon lange. Aber da, ja, da bin ich sehr, sehr vorsichtig mit. Ich fühle mich noch nicht ready. Das kann ich glaube ich schon sagen an der Stelle. Ich habe vor allem letzte Woche viel darüber nachgedacht. Aber ja, ich frage mich halt auch so, was übernehmen die Kids davon? Was gucken die sich ab? Ich habe schon das Gefühl, ich bin enorm viel am Handy, aber auch, ich weiß nicht, ich organisiere auch viel darüber. Und es ist halt auch so 20 Geräte, die früher eben einzelne Geräte waren, in einem. Also es ist ein Radio, es ist ein Lens, es ist ein Telefon, es ist, keine Ahnung, die Wetter-App. Es ist mein Nach-Mein-Kommunikationstool in alle möglichen Richtungen. Und dadurch, ja, habe ich es natürlich auch sehr, sehr oft in der Hand. Und dann, weiß ich nicht, ja, kennt ja glaube ich jeder diesen Moment, wo du, dein Kind fragt dich was. Du bist aber gerade dabei, eine Nachricht zu beantworten oder dich an jemanden zu wenden so. Wie gut hörst du dann zu? Ich kann das gar nicht. Ich merke manchmal auch gar nicht, dass ich angesprochen wurde. Ich bin so richtig dissociiert dann. Ja, aber ich glaube, das habe ich auch. Also das hat glaube ich einen riesen Einfluss auf unsere Kinder. Ich glaube, da muss man schon auch nochmal in sich gehen und sagen, ich baue mir bewusst irgendwie diese Pausen ein, damit sie einfach sehen, Mama ist erreichbar für mich. Mama ist da und hört zu und es ist ja ansonsten irgendwo, wenn man das jetzt den ganzen Tag machen würde und die Kinder das die ganzen Tag sehen würden, ist das ja auch irgendwie eine Art Vernachlässigung, weil man irgendwie nicht so richtig da ist und die Kinder spüren das ja. Wir haben ja in der letzten Folge darüber gesprochen, dass Kinder so feine Antennen haben und natürlich merken die, dass man nicht so oder dass man nur halb bei der Sache ist. Und ich glaube, das ist noch wichtiger als was mache ich meinen Kindern hier eigentlich vor damit und halten die sich genauso, sondern eher so dieses, ja Mama hört nicht so richtig zu. Das tut mir schon manchmal leid und... Ja, das kann ich auch. Ich habe jetzt auch noch eine Situation beim Kochen. Ich suche mir ein Rezept draus irgendwo und will das meiner Tochter machen. Das kommt tatsächlich gar nicht so oft vor, sie hätte nicht so Bock auf solche Sachen, aber wenn sie dann mal Bock hat, dann muss man immer fünfmal, wie viel Gramm war das jetzt nochmal von dem und wann muss das nochmal gekühlt werden und dann guckt man auch wieder. Und der Timer am Ende und so. Ja, wobei ich glaube nicht, dass das das schädliche Verhalten am Handy ist. Ich glaube, das ist ja alles zusammen, so add it, add it up irgendwie. Ja, das stimmt tatsächlich, dass du dann für alles dein Handy benutzt. Ich glaube aber, was in unserer Gesellschaft auch viel für diese Konzentrationsprobleme und sowas sorgt, ist, wenn du einfach dieses, ja dieses Doomscrolling, ich weiß gar nicht, ob es so richtig übersetzt ist, weil eigentlich ist Doomscrolling ja so dieses... negative Nachrichten konsumieren und nicht mehr aufhören können, ist so die Übersetzung, aber wenn ich sage Doomscrolling, dann meine ich schon so durch die Reels klicken, die dann irgendwie nur, weiß nicht, zehn Sekunden gehen und du hast halt keine längere Aufmerksamkeitsspanne mehr als das. Und ich glaube, das ist nochmal ein ganz anderer Konsum von Social Media, so wenn du dieses Doomscrolling so betreibst. Die Zeit verfliegt ja auch so schnell. Manchmal gucken wir aufs Handy und dann guckt man hoch und dann ist eine Stunde vergangen. Ja, ja, das stimmt. Man hat Kopfschmerzen, einem ist latent irgendwie übel. Warum habe ich das getan? Horn. Oder dass man aus Versehen Apps auf dem Handy öffnet, obwohl man gerade nur den Wecker für morgen stellen wollte. Oder um die Uhrzeit gucken wollte und dann legst du es weg und denkst du, wie spät, bin ich blöd, ich wollte auch die Uhrzeit angucken. Okay, also die Frage, die wir auch hier einem aufstellen, einfach in dieser Folge ist, ob wir Rabenmütter sind und ich würde sagen, ja, sind wir. Ja, manchmal schon. Klar. Oder was heißt klar, ne? Aber wir lieben unsere Kinder. Aber das tun Raben ja übrigens auch, ne? Also, ja, ich habe nochmal, ach geschaut, die Geo sagt, Raben sind ausgesprochen schlaue und sehr behütende Eltern, die sich gut um ihren Nachwuchs sorgen. Oh. Okay. Ja, anscheinend war das wohl ein Missverständnis, dass der Begriff Rabenmutter so… Also eine Art Mythos, ne? … in den Dreck gezogen worden. Die armen Raben. Ja, genau, das bezieht sich wohl darauf, dass es die werden Flüge, bevor sie fliegen können und sehen dann sehr unbeholfen aus, die kleinen, die Jungtiere. Aber die Raben kümmern sich scheinbar trotzdem noch um ihren Nachwuchs, auch weiterhin, auch wenn er erstmal unbeholfen wirkt und aus dem Nest geschubst. Ja, dann bin ich gerne Rabenmutter. Es interessiert uns auch sehr, von euch zu hören. Was macht euch zur Rabenmutter? Findet ihr, ihr seid manchmal Rabenmutter? Und ja, ich glaube, in dieser Folge machen wir schon sehr doll auf unsere eigene Problematik auch aufmerksam, wo ich auch sagen würde, dass es vielen da irgendwie ähnlich geht. Egal, ob es jetzt Essverhalten ist, Trinkverhalten, Verhalten am Handy oder Social Media oder wie auch immer, das eine oder andere kennt ihr sicherlich. Und wir freuen uns auf jeden Fall auf zahlreiche Kommentare und auch Nachrichten. Schaut auch gerne mal auf unseren Instagram-Kanal, da posten wir auch immer Aktuelles zum Thema. Und auch dort könnt ihr uns gerne Nachrichten hinterlassen und sagt uns, wie ihr das Ganze seht. Ja, und hoffentlich fühlt ihr euch nicht mehr so allein mit solchen Themen oder fühlt euch wahnsinnig schlecht, weil ihr solche Themen durch rumschleppt und trotzdem versucht, euer Leben gut zu gestalten für eure Kinder, mit euren Kindern und für euch natürlich. Ja, ihr seid nicht allein. Also macht's gut. Ciao. Und an alle Mamas da draußen, ihr seid nicht allein. Wir hören uns.

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