Moms on the Edge

Dein Podcast für Alltags-Truecrime

#10 Erwachsenwerden ist auch keine Lösung – Wann weiß ich eigentlich, was ich will?!

Wann weiß ich eigentlich, was ich will?!

04.05.2026 51 min Moms on the Edge

Zusammenfassung & Show Notes

OMG! Das ist unsere 10. Folge!! Fühlt sich ein bisschen wie ein kleines Staffel-Finale an :D

Wir sprechen über unseren eigenen Kindervorstellung darüber wie Leben sein wird, wenn man Erwachsen ist und was tatsächlich daraus geworden ist.

Vom klaren Plan mit Job, Familie und Sicherheit bis hin zu Umwegen, Abbrüchen, Neuanfängen und Momenten, in denen wir selbst nicht mehr wussten, wo oben und unten ist.

Wir reden über Erwartungen an das „Erwachsenwerden“, Karrierewege, die nie gerade waren, Beziehungen, die nicht gehalten haben, Alleinerziehend sein und trotzdem funktionieren müssen und die Frage: Muss man eigentlich wissen, was man will?

Wie immer interessiert uns eure Perspektive:
Hattet ihr einen Plan? Wie war eure Vorstellung von euch als erwachsener Mensch, als ihr Kind wart? Und wo steht ihr heute?

Wenn das bei euch auch so weit ab vom Schuss ist, wie bei uns: Ihr seid nicht allein!

---

Instagram:
https://www.instagram.com/momsontheedge.podcast/
@momsontheedge.podcast
 

OMG! Das ist unsere 10. Folge!! Fühlt sich ein bisschen wie ein kleines Staffel-Finale an :D

Wir sprechen über unsere eigenen Kindheitsvorstellungen, wie das Leben sein wird, wenn man erwachsen ist und was tatsächlich daraus geworden ist.

Vom klaren Plan mit Job, Familie und Sicherheit bis hin zu Umwegen, Abbrüchen, Neuanfängen und Momenten, in denen wir selbst nicht mehr wussten, wo oben und unten ist.

Wir reden über Erwartungen an das „Erwachsenwerden“, Karrierewege, die nie gerade waren, Beziehungen, die nicht gehalten haben, Alleinerziehend sein und trotzdem funktionieren müssen und die Frage: Muss man eigentlich wissen, was man will?

Wie immer interessiert uns eure Perspektive:
Hattet ihr einen Plan? Wie war eure Vorstellung von euch als erwachsener Mensch, als ihr Kind wart? Und wo steht ihr heute?

Wenn das bei euch auch so weit ab vom Schuss ist, wie bei uns: Ihr seid nicht allein!

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Transkript

Ja. Ja, es ist natürlich auch schmerzhaft. Also das muss man schon auch sehen. Also auf der einen Seite denkt man super, das habe ich jetzt so schnell gelernt. Auf der anderen Seite denkt man boah fuck, aber der Grund warum ich das gelernt habe, den will ich eigentlich niemandem, da wünsche ich niemandem. Wir haben uns mit der Situation lange überfordert und allein gefühlt, bis wir uns kennengelernt haben und gemerkt haben, krass anderen geht es echt auch so. Also falls ihr gerade alleinerziehend seid und euch manchmal alles über den Kopf wächst und ihr mental struggled, dann seid ihr hier genau richtig. Wir sprechen über Tabus, über die Scham, die uns begleitet, Angst vorm Scheitern, Wut und auch Überforderung. Und über dieses ständige Gefühl funktionieren zu müssen. Obwohl es an allen Ecken und Enden brennt. Wichtig, wir sind keine Expertinnen. Uns geht es auch nicht um Diagnosen oder schlaue Ratschläge. Wir wollen lediglich unsere Story teilen und vielleicht erkennst du dich an der einen oder anderen Stelle wieder. Ich bin Eri und ich bin Caro und zusammen sind wir Moms on the Edge. Jetzt geht es los da rein. Aber was auch oft jetzt bei so Posts ist, okay wir starten rein. Ich habe doch immer mittwochs meine Tochter bei meinen Eltern und jetzt habe ich mich gefragt, ob ich mich da einfach alleine in so eine Karaokebox einmieten sollte nach jedem Mittwoch, weil ich finde Singen mega geil und das hilft mir voll, um mich irgendwie befreit zu fühlen und zu entspannen und ich habe irgendwie so wenig Gelegenheiten im Alltag, ja logisch, also wie auch. Und singen unter der Dusche reicht dann nicht, du musst dann in so eine Karaokebox gehen. Ja, also ich brauche ein Mikro, naja ich will halt auch die ganzen Lieder singen und Tinder beschwert sich auch immer über meinen Gesinge und so und... Die findet echt alles doof an dir, ne? Ich weiß nicht, ob es um mich bin, ich hab es auch generell. Sie findet alle doof, alle, alles und jeden und ja, es gibt halt so ein paar wenige Sachen, die sie super findet, aber... Iri, zehnte Folge! Staffelfinale. Oh mein Gott! Ist es eine Staffelfinale, machen wir dann eine Pause? Was machen wir denn jetzt? Ich weiß gar nicht, ich dachte immer so, wenn du in Blöcken aufnimmst und dann zehn Folgen machst, dann gibt es so eine Staffelfinale und dann macht man so was wie eine Sommerpause und dann nimmt man wieder auf. Eine Sommerpause, so drei Monate. Mit unseren höherer Zahlen weiß ich nicht, ob wir eine Sommerpause gönnen können. Wir sollten nicht. Aber ich möchte es trotzdem heute irgendwie Staffelfinale nennen, weil ich möchte auch so ein bisschen zurückblicken und ja, das so ein bisschen feiern, was wir alles geschafft haben in der kurzen Zeit, was wir da auf die Beine gestellt haben, was für coole Folgen wir auch irgendwie entwickelt haben, selber konzeptioniert haben und aufgenommen und geschnitten und diese, ja, dieses Ganze rund um Social Media und so und es hat schon echt Spaß gemacht, es hat mir persönlich voll weitergeholfen, es war irgendwie wie eine zweite Therapie. So, das fühlt sich jedes Mal an wie Therapiesession, wenn ich hier mit dir sitze und das finde ich einfach mega, was wir da auf die Beine gestellt haben und es freut mich einfach. Für mich ist das ein kleines Finale heute. Ja, ja, ja, ja, ist für mich auch so. Ich finde es richtig schön auch. Ich habe so gedacht, vielleicht könnten wir mal so einen Businessmodel-Canvas zusammen ausfüllen. Das habe ich dir noch gar nicht gesagt. Naja, dass wir uns mal so überlegen, okay, wo wollen wir denn, dass die Reise hingeht? Wir sind gestartet, haben gesagt, hey, das ist just for fun, das ist nur für uns und wir gucken mal, ja, wir gucken mal, was daraus so entsteht und jetzt in den letzten paar Wochen ist mir das immer mal wieder so eingefallen, als ich dachte, ja, was können wir vielleicht noch herauskitzeln, wollen wir das? Ich habe gemerkt eigentlich, dass wir ambitioniert sind, was so Instagram anbelangt und ja, eigentlich auch ambitioniert sind, was unsere Folgen anbelangt, dass wir besser werden wollen, dass wir Schwierigkeiten, die wir haben, immer versuchen auszumerzen oder uns zu überlegen, wie, ja, wie können wir bessere Lösungen finden, wenn wir Probleme sehen und so? Und ja, deswegen habe ich mich gefragt, ob wir das nicht mal machen wollen. Ich glaube, ich sage dir jetzt, wir machen das. Ja, bisher haben wir auch viele Sachen irgendwie geändert oder sind neu in andere Programme auch eingestiegen, um uns nochmal anderen Input zu holen und es hat bisher immer alles ganz gut geklappt, finde ich. Ja, also ich glaube, der Erfolg liegt jetzt eher darin einfach im Machen für uns selber und gar nicht so sehr, wenn ich mir jetzt Zahlen angucke oder so, dann glaube ich, würde uns keiner irgendwie eine Krone aufsetzen oder so, weil man es irgendwann in irgendeinen Orden verleihen. Aber irgendwie finde ich den Therapieansatz oder es ist ja nicht mal ein richtiger Therapieansatz, es geht einfach nur darum, dass wir uns austauschen und über so Tabuthemen sprechen und ja, ein paar Leute mitnehmen wollen. Ich finde, diese Entwicklung zu sehen, ist einfach richtig cool. Auf jeden Fall. Wir haben auch so die Überlegung, dass wir irgendwann in naher Zukunft vielleicht dann auch mal andere Leute einladen wollen. Ja, da hätte ich richtig doll Bock drauf. Ich habe richtig Lust, andere Perspektiven kennenzulernen von Alleinerziehenden und deren Geschichte auch zu hören und deren das eigentlich groß an die große Glocke zu hängen und aufzuzeigen. Wisst ihr eigentlich, wie viele verschiedene Geschichten es gibt zu dem Thema Alleinerziehend sein? Ich würde es gerne richtig groß machen und also richtig utopisch auch nochmal weiter voraus oder weiter in die Zukunft gedacht, würde ich es gerne attraktiver machen. Ich würde gerne so ein bisschen am System schrauben können, weil ich andersrum von so vielen Menschen höre, ich bin in der Beziehung, aber eigentlich will ich das gar nicht mehr. Das passt nicht mehr zu meinem Leben oder zu mir oder da passieren so viele Dinge, die unschön sind, die ich so nicht haben will. Das wäre mir ein geiles Ziel. Also es geht dann quasi nicht nur konkret um die Alleinerziehenden-Mamas, die wir hier häufig ansprechen, sondern es geht im Allgemeinen um Leute mit Kindern, Väter, die Alleinerziehend sind, vielleicht auch mal die andere Perspektive. Ich hatte ja gestern einen interessanten Talk mit dem Vater meiner großen Tochter, der dann gesagt hat, hey, würdest du auch mal meinen Kumpel einladen? Der ist mal auf der anderen Seite und darf nicht so viel mit seinem Kind und so. Und da meinte ich, ja klar, also würde dann ein Interview werden und natürlich würden wir auch mal hier und da eine kritische Frage stellen, aber genau sowas könnte ich mir vorstellen, dass man das wirklich von allen Seiten beleuchtet und auch mal andere Perspektiven hört. Auf jeden Fall. Was ich mir grundsätzlich wünschen würde, dass Alleinerziehend-Zeiten einfach nicht mehr mit so einem Hardcore-Stigma behaftet ist. Ich möchte es gerne, wie soll ich sagen, demokratisieren, also für alle zugänglich machen. Ja, vielleicht auch Frauen, die Angst nehmen, dass das so schrecklich sein muss. Also das, was du gerade angesprochen hast, dass man jemanden aus der Beziehung, also dass jemand sich aus der Beziehung lösen möchte und dann vielleicht auch sieht, es ist gar nicht so schlimm. Ich kann das schaffen, ich kann das alleine machen. Es gibt dieses Netzwerk von Alleinerziehenden-Mamas, ich fühle mich mit den Gedanken und Gefühlen nicht alleine. Das würde ich richtig gerne schaffen, eine Community, die Frauen zusammenbringt und stärkt. Ja, mega. Ich finde es gut, also wo wir gerade dabei sind, entstigmatisieren und wie ist es so, damit ja Alleinerziehend zu sein. Wir haben uns für die heutige Folge überlegt, dass wir darüber sprechen wollen, was wir eigentlich so gedacht haben, wo wir später mal stehen, mit 30 oder Mitte 30 oder auch Ende 30. Das geht vielleicht auch ein bisschen in Richtung Utopie so, ne? Werden wir auch darüber sprechen. Wir wollen auf jeden Fall heute behandeln, ja, was dachten wir früher, wo wir mit 30 stehen würden und dass wir da vielleicht schon alles im Griff hätten und wir haben ja festgestellt, bei uns beiden ist das überhaupt gar nicht der Fall, dass wir alles im Griff haben. Also so was wie fester Job oder die liebevolle Beziehung mit Kindern in einem Haus leben wirklich klare Zukunftsvision zu haben und wir sitzen jetzt hier, sind alleinerziehend unverheiratet, haben keine krassen Karrieren hingelegt, manchmal ein emotionaler Schaden einfach und ich frage mich halt oft, bin ich eigentlich schon erwachsen und ist das jetzt mein Leben gewesen, sollte das so aussehen, war das schon alles, kommt da noch was? Bevor wir darauf genauer eingehen, hast du einen kleinen Rant der Woche mitgebracht, richtig? Ja, ich habe mich gerade genau darauf, worauf dieser Rant sich bezieht, aber also das Thema ist Unterhalt. Ich habe einen Post vorbereitet zum Thema Unterhalt und habe dabei dann festgestellt, ach, ich könnte ja auch mal in meine eigenen Unterlagen so schauen. Ich dachte irgendwie, ich stehe ganz gut da, was das Thema anbelangt, dann sind wir darüber ins Gespräch gegangen und haben gedacht, hm, vielleicht sollten wir da doch nochmal tiefer reingehen und nachschauen, wie der Erzeuger meiner Tochter aktuell eventuell aufgestellt sein könnte finanziell und ob das, was vor zehn Jahren mal festgelegt worden ist, ob das noch stimmt. Man muss dazu sagen, ich habe ja die Unterlagen in dem Moment auch gesehen, er ist ja relativ nah an dem Mindestunterhalt dran, da gibt es ja viele Abstufungen und ja, das ist natürlich schon immer eine knappe Kiste dann finanziell auch, wenn man alleinerziehend ist. Du hast sie ja halt zu 100 Prozent alleine, du kannst ja dann quasi auch nicht Vollzeit arbeiten oder so was und dann ist es noch relativ wenig Unterhalt. Ja, vor allem wenn man bedenkt, dass er Head of irgendeiner Abteilung ist seit ein paar Jahren, wie wir dann gesehen haben. Danke, LinkedIn. Danke, LinkedIn. Danke, LinkedIn, an dieser Stelle, genau. Ich habe das mit dem Jugendamt so geregelt, dass wir eine Beistandschaft haben und ein Mündelkonto eingerichtet worden ist, das heißt, wenn da irgendwann mal was ist, gehe ich tatsächlich ausschließlich den Weg übers Jugendamt und da wurde ich auch mal zwischendurch gefragt, ob sie denn das nochmal nachprüfen sollte und ich hatte damals, das ist schon einige Jahre her, aber ich hatte damals Angst, dass sie das prüfen könnten und sich der Betrag verringert einfach, weil sie in der Prüfung dann feststellen, die Person hat jetzt einfach einen anderen Job, da verdient sie weniger. Wie traurig, dass man da so Angst haben muss, dass man im Stich gelassen wird und dann diesen Unterhalt nicht mehr in der Höhe bekommt und so, obwohl man sich sowieso irgendwie finanziell so durchs Leben hangelt. Genau, also auf Nachfragen, ich habe das abgelehnt, was ich mich halt so frage, warum? Muss ich das denn initiieren? Ja, verstehe ich auch nicht. Warum wird denn nicht einfach generell alle zwei Jahre geprüft, wie die Prüfung dann ausfällt? Ich meine, genau, da steckt ja auch wieder diese Angst dahinter, okay, wenn wir jetzt alle zwei Jahre prüfen, kann ja auch mal sein, die Person ist mal gerade arbeitslos oder sonst irgendwas und das wirkt sich aus oder so, aber warum? Also und diese Auswirkungen will man vielleicht auch nicht unbedingt spüren, aber wenn man gar nicht miteinander redet, also weil eben der Austausch nicht da ist, weil kein Interesse am Kind besteht, warum ist die Mutter verantwortlich dafür, ja so nochmal, wie der verantwortlich dafür aktiv zu pushen? Das ist unfassbar, ganz ehrlich. Ich möchte nur einmal ganz kurz einwerfen, wenn es um andere staatliche Sozialleistungen dann ist es so, dass man eine Verpflichtung hat, das nachzuweisen. Zum Beispiel ich beziehe Bürgergeld und auf einmal bekomme ich ein Einkommen. Dann muss ich als derjenige, der diese Leistung bekommt, ja regelmäßig nachweisen, okay, ich habe jetzt hier Einkommen erzählt, damit es angerechnet wird. Warum wird der Vater nicht darüber unterrichtet, dass er im Falle von einem höheren Einkommen, das bezirrt der Beistandschaft zu melden hat? Und dass die nachfragen müssen, das verstehe ich nicht. So das müsste doch eigentlich so rum ablaufen, weil jetzt ist es ja tatsächlich so, dass er jetzt neu geprüft werden würde und wenn rauskommt, dass er seit vier, fünf Jahren viel, viel mehr verdient, dann muss er nichts nachzahlen. Ja genau, es wird nicht ausgeglichen, also es ist einfach Privatsache und ich finde, das sollte es nicht sein. Ne, auf gar keinen Fall. Ich finde, das ist schon ein guter Rant, über den man sich aufregen kann. Ja, also an der Stelle reicht gar nicht so sehr die Aufregung über die Person. Ja, über die kann man sich natürlich auch immer aufregen. Also ein bisschen Mom-Rage habe ich auch immer übrig, das ist nicht die Frage. Aber an der Stelle wirklich eine Kritik darüber, wie es geregelt ist. Warum ist Unterhalt Privatsache? Warum kann jemand in der Welt herumlaufen, Kinder in die Welt setzen und dann am Ende einfach den Kindern den Rücken zukehren, ohne irgendwie belangt zu werden? Warum ist das so privat? Ja und du sitzt da und fängst quasi alles auf. Ja, also ich glaube, so haben wir uns das beide auf jeden Fall nicht vorgestellt, dass man später da sitzt im Leben und sich mit so was rumprügeln muss die ganze Zeit. Ja. Ne, überhaupt nicht. Aber gut, generell. Ich meine, ich habe jetzt zum Beispiel erzählt, dass ich bei der Krankenkasse auch was veranlassen wollte oder Fragen nachfragen wollte. Da habe ich zum Beispiel auch noch keine Rückmeldung. Ich habe den jetzt die Woche noch mal geschrieben und so. Es sind so ein paar Sachen gerade noch offen mit Ämtern oder öffentlichen Stellen, die ich so zu klären habe. War es richtig? Ja, das nervt einfach HAKO, aber das kennen ja auch alle. Das nervt ja jeden. Ja, das stimmt allerdings. Aber wir wollten eigentlich über Utopien sprechen. Ja, genau. Also kommen wir mal zum Hauptthema der Folge. Erwachsen werden ist auch keine Lösung. Ja, was heißt denn erwachsen sein? Also wie hast du es dir vorgestellt? Also ich muss ehrlich sagen, ich habe nie so einen konkreten Plan gehabt. Hättest du als Kind so eine Vorstellung von, wie wird das Gefühl sein, wenn ich erwachsen bin? Wie ist dein Leben dann aufgestellt? Also ich finde das ganz schwierig zu sagen, weil ich weiß nicht, ob ich das in einer der Folgen schon mal erwähnt habe, aber ich habe ganz doll Schwierigkeiten daran, mich an meine Kindheit zu erinnern. Ich habe ganz lange Lücken über Jahre quasi und dann gibt es halt meine Teenagerzeit, wo ich mich schon an einiges erinnern kann, aber auch da sehr, sehr bruchstückhaft. Ich weiß, dass ich immer erwachsen sein wollte, dass ich es ab einem Punkt, ich kann dir nicht sagen ob vor der Pubertät oder in der Pubertät, dass ich aber immer halt gedacht habe, ja ich will erwachsen sein, kein Bock mehr auf das hier alles, auf Kind sein und bevormundet werden und sonst was. Also ich war da schon sehr… Du wolltest halt einfach deine eigenen Regeln leben. Ja, ich glaube das war es auf jeden Fall. Aber ich hatte halt tatsächlich nie so einen konkreten Plan. Ich weiß, dass es eine Zeit gab, wo ich dann auch Richtung Abitur überlegt habe, Kunst zu studieren in Hamburg und das war aber irgendwie auch nicht so, naja ist sowieso nicht so gern gesehen, dass man Kunst studiert, so brotlose Kunst, was macht man dann? Genau, aber es gab ein paar Themen, die mich interessiert haben und ich kann mich auch erinnern, dass wir mit der Schule mal bei so einer Berufsberatung irgendwie waren. Ich weiß nicht, ob das von der Arbeitsagentur war. Auf jeden Fall sollte man sich da so belesen und sich dann Gedanken darüber machen, was man werden will und ich wusste es überhaupt nicht und die haben mir die ganze Zeit versucht zu helfen, mich zu unterstützen in dem Moment und mit den anderen Schülern weiß ich gar nicht mehr, ob das so gut geklappt hat oder nicht, aber ich weiß, dass ich total auf dem Schlauch stand und richtig verwirrt war die ganze Zeit. Ich war richtig sauer nach meinen Terminen bei der Berufsberatung. Ja, das einzige, was ich wirklich wusste, ist, dass ich Familie gründen will und eventuell heiraten und dass ich aus dem Dorf raus will. Ich wusste zum Beispiel, dass ich vier Kinder haben will. Das mal konkret. Das ist konkret, ne? Ja. Aber ich wusste, dass es auf jeden Fall viele werden sollen und so vier war immer so die Zahl in meinem Kopf, ich möchte vier Kinder haben später. Wow. Ja und ja, ich glaube, das lag auch daran, dass ich zwölf Jahre alt war und mein Bruder geboren ist und er war so wirklich das liebste Kind, was man sich vorstellen konnte und ich hatte richtig Muttergefühle mit zwölf, aber es ist auch irgendwie klar, wenn man in dem Alter noch mal ein Geschwisterchen kriegt und ich weiß, dass ich auch immer wollte, dass mein erstes Kind genauso wird wie er und dass es auch ein Junge wird, war so in meiner Vorstellung. Ist es dann irgendwie anders gelaufen? War schon voll sweet irgendwie. Ja, ich hab den auch überall hin mitgenommen, also mein erster Freund und ich sind dann, damals als ich so sechzehn war oder so, da sind wir dann ins Freibad gefahren, haben den mitgenommen und als ich achtzehn war, da hab ich ihn eingepackt und bin mit ihm in die Stadt zum Shoppen gefahren, hab den Kleinen mitgenommen, da war der dann so sechs. Also ich hatte schon sehr krass so dieses Mutterding in mir, immer, aber beruflich wusste ich halt gar nicht und ich wusste auch nicht genau, wo ich hin will, ich wusste nur, dass ich weg möchte, ich wollte weg aus dem Dorf, ich wollte weg von meiner Familie, ich hatte einfach eine sehr schwere Zeit zu Hause, meine Mutter und ich sind nicht mehr gut miteinander ausgekommen, haben uns nur gestritten und ich hab mich halt immer bevormundet gefühlt und ich wollte einfach weg, so und das hab ich dann auch gemacht, also ich bin da dann 2010 mit zwanzig nach Berlin gezogen, da war ich dann grad aus der Schule raus und da war ich eigentlich sofort weg, ohne auch den genauen Plan, dass ich nach Berlin ziehe, hatte ich einfach einen kurzzeitigen Partner hier und bin dann immer in Berlin gewesen und irgendwann hab ich mir gedacht, okay, dann bleib ich jetzt halt einfach hier und hab mir Wohnung und Ausbildung und sowas gesucht. Genau, es hat halt, ja viel ist auch nicht so geklappt, was ich angefangen hab, also ich hab ja zum Beispiel mein Abitur nicht ganz geschafft, ich hab aber Fachabitur, aber ich bin damals mit einem Punkt am Abi vorbei gerasselt. Einem Punkt? Ja, in vierfacher Wertung, muss man dazu sagen, also ich glaub, man musste irgendwie 100 Punkte erreichen, ich hatte 96, aber ein Notenpunkt war in vierfacher Wertung und das hab ich nicht geschafft. Boah, ist das bitter. Er hatte auch gar nicht so einen schlechten Schnitt, weil ja die letzten zwei, in die letzten vier Semester reingezählt wurden bei uns. Ich hab einfach nur die Prüfung nicht geschafft. Boah. Das war eigentlich dann so der Anfang von diesem roten Faden, der sich so durch mein Leben gezogen hat. Da kann man nicht so vier Pünktchen noch irgendwo zusammensuchen, also ganz ehrlich, was das für eine Lehrerschaft ist, war bei vier, naja, egal. Du musst dir vorstellen, hätte ich in der einen Prüfung statt einer 4 minus eine 4 gehabt, dann hätte ich mein Abitur gehabt und das war immer Thema. Genau, ich hätte nachgeprüft werden können, aber ich war quasi schon auf dem Sprung nach Berlin. Ah, okay. Du hast dann gesagt, nee, scheiße, hier ist drauf. Das war nicht ganz so, ich hatte noch mit einer Lehrerin telefoniert, die hat mir am Telefon gesagt, das war eine Deutschlehrerin, weil ich hab Deutsch auch komplett verhauen, das Abitur, und ich hatte eine Lehrerin, mit der ich gar nicht zurechtgekommen bin, und davor hatte ich immer nur eins in eigentlich in Deutsch, und ich habe nur fünf geschrieben in der Abiturprüfung, und die hat zu mir am Telefon, als es um die Nachprüfung geht, da hätte ich, glaube ich, so eine 2 minus schreiben müssen, und die hat zu mir gesagt, ja, wenn sie versuchen wollen, über die drei Meter zu springen, können wir das gerne machen, und da wusste ich schon, dass sie mich so oder so durchfallen lassen wird. What? Und dann habe ich die Prüfung nicht angetreten, habe das ja auch nicht wiederholt, weil ich hatte damals schon mal ein Jahr wiederholt, ich war 20 Jahre alt, ich war so, nee, auf gar keinen Fall mache ich jetzt weiter, ich werde bestimmt nicht hier jetzt bis 21 in der Schule bleiben, und dann, ja, habe ich das quasi beendet mit dem schriftlichen Teil der Fachhochschreife und bin dann weggezogen, aber es ging wirklich super schnell. Lehrer, vor allem die Menschen, die Abiturprüfungen korrigieren und so, also man kann den Leuten echt Steine in den Weg legen. Ja, gibt es solche und solche, ne? Das war eine von den nicht so guten. Das war richtig Ausnutzen der Machtposition. Ich habe dann aber auch in Berlin eine Ausbildung angefangen und habe die auch beendet, dann habe ich ein Studium angefangen, und naja, es hat sich alles so durch mein Leben gezogen, aber vielleicht erst mal zu dir, wie war es dann bei dir, wie hast du dir dein Leben vorgestellt? Also zu deinem, du hast ja gesagt, du hattest irgendwie nie so den klaren krassen Plan, da muss ich, ja, den hatte ich auch nicht. Und ich war eigentlich immer, wenn ich bei so Berufsberatungen war, ich glaube, ich war zweimal oder dreimal bei einer Berufsberatung und alles, was ich der Frau vorgeschlagen habe, war so, da kam zurück, ja, also aber da müssen sie ja richtig gut sein. Ja, also wenn sie das machen wollen, so. Ich dachte, das war das, das war eine, ja, okay. Die alle hoffen, dass man es herausgesaugt. Ja, so ein bisschen. Also da ging es auch schon, ja, ich würde gerne Kommunikationsdesign, Grafik studieren und ja, also aber da, naja, also versuchen sie einfach, so. Und ich dachte auch so, irgendwie, ich kannte gar nicht, ich wusste gar nicht genug Bescheid darüber, was es alles für Berufe gibt, weil am Ende bin ich ja in der Grafik gelandet. Fürs Studium wurde ich nicht angenommen, aber ich habe eine Ausbildung gemacht. Im Nachhinein dachte ich so, ich glaube, ich wäre gerne, ja, ich wäre gerne doch in einer anderen Position gewesen und da habe ich mich scheinbar selber auch nicht gut genug informiert. Ich weiß noch, ich habe mal so einen Test gemacht, da wurde so, dachte mal, so ein Berufetest, wo du irgendwie so multiple choice, paar Fragen durchklicken konntest und dann kam irgendwie raus, ich könnte Fleischer Fachverkäuferin werden, wenn ich angegeben habe, dass ich Blut sehen kann oder so. Das ist ja so absurd, als ob man auch anhand von so einem kurzen Test irgendwie und dann diese tausende von Berufe, die es gibt, als ob man dann in dem Moment sagen kann, du kannst das oder das werden, fertig, weil du das gut kannst, weil du Blut sehen kannst. Ich weiß nicht, was mir dann noch vorgeschlagen worden ist, wahrscheinlich auch so Krankenschwester und so, war es keine Ahnung, aber es waren halt auf jeden Fall keine Ergebnisse, wo ich gedacht habe, ah ja, sollte ich mich mal mit befassen. Ja und wie gesagt, die Berufsberatung, die war auch, ja, weiß ich auch nicht, also war irgendwie eine Frau, die so, die war wahrscheinlich so alt wie ihr Computer, der da stand, ich weiß es nicht. Ist ja auch gar nicht egal. Ich finde das richtig gemein, also richtig gemein, selbst wenn du gesagt hättest, du willst Medizin studieren und hättest voll die schlechten Noten, dann redet man das doch jemandem nicht aus, dann sagt man doch, okay, dann haben sie einen längeren Weg vor sich, schauen wir mal, wie wir das umsetzen könnten. Ja, aber ich glaube, ich habe dir halt so lustige Sachen gesagt wie Schauspielerin oder eben Grafikdesignerin oder so nach dem Motto, ja, irgendwas mit Kunst. Ja, da sind wir wieder mit unseren Gemeinsamkeiten. Wir wussten beide nicht, was wir wollen und wir wollten irgendwas mit Kunst machen. Du hast ja auch gesagt, ja, Kunst studieren ist nicht so angesehen, so nach dem Motto. Nein, nicht gut angesehen, zum Beispiel in der Familie. Es ist ja schon klar, dass die Eltern, die einen davor schützen wollen irgendwie, beruhigender Künstler zu sein. Ja, das stimmt. Naja, aber wie habe ich es mir vorgestellt? Ich kann mich auch noch erinnern, dass in der fünften Klasse oder so sollten wir mal so ein Bild malen mit so einer Zukunftsidee von uns selbst. Wie stellen wir uns denn vor, wie wir mit 30 aussehen und so. Und so dieses Familienbild dazu und so. Da habe ich mich auf jeden Fall auch alleine gesehen, interessanterweise. Und ich weiß nicht warum, aber ich hatte irgendwie, mir hat mir so einen langen Lederrock gemalt. Ich sah natürlich ganz toll aus mit großen Kranen und lockigen Haaren, die ich auch so gar nicht habe. Ja, weil ich hatte irgendwie so ein positives, gutes Gefühl und auch, glaube ich, die Vorstellung natürlich, wie man sie so hat. Wenn man erwachsen ist, hat man alles selber so im Griff. Man fühlt sich angekommen, glaube ich. Und das ist für mich schon einen großen Unterschied, weil angekommen, weiß ich nicht, ich fühle mich irgendwie nicht angekommen. Ich auch nicht. Also ich fühle mich auf jeden Fall unfertig. Ja. Aber ich fühle mich in, also ich fühle mich in der richtigen Richtung. Weißt du? Ja, das ist auch schon mal was wert. Ich habe ja gerade schon zusammengefasst, dass das wieder eine Gemeinsamkeit von uns ist. Wir hatten eigentlich beide keinen Plan. Dazu passen auch gut die ungeplanten Schwangerschaften. Ja, sehr traurig finde ich diese Trennung einfach, wenn man sich so auch gewünscht hat, irgendwie mit einem Partner glücklich zu werden. Mittlerweile sehe ich das aber natürlich auch ein bisschen anders. Also ich denke mir so, okay, das ist schon alles richtig, wie es gekommen ist. Wer weiß, wie schlimm die Beziehungen noch geworden wären oder was weiß ich. Man hat ja auch irgendwie viel ausgehalten. Aber natürlich wollte man nicht unbedingt alleinerziehend sein mit seinen Kindern. Also es wäre schon schön gewesen, das zu zweit zu machen. Das würde mich auch interessieren, was wäre da dann so dein Idealbild? Wie stellst du dir das mit einem perfekten Partner vor? Oder wie wäre auch der Partner, wenn das so richtig rund laufen würde alles, sodass du denkst... Boah, ich weiß das relativ genau. Ich weiß jetzt nicht genau, wie ich mir so den Traumpartner vorstelle, was für Charaktereigenschaften der mitbringen muss oder Persönlichkeit oder sonst aussehen auch. Aber ich weiß, wie die perfekte Beziehung für mich aussehen würde. Okay, ich bin sehr gespannt. Also die perfekte Beziehung wäre für mich, wenn man aus diesen klassischen Rollenbildern raustritt und man sich einfach extrem doll unterstützt gegenseitig. Wenn man sagt, hey, ich sehe du hast einen schlechten Tag, irgendwie was brauchst du? Möchtest du Abstand oder möchtest du was mit mir alleine machen oder möchtest du mit den Kindern und mir sein oder dass sich niemand angegriffen fühlt und dass man halt gegenseitig sich den Rücken stärkt, dann dass Sachen nicht selbstverständlich an mir kleben bleiben, sondern dass alles einfach aufgeteilt wird und auch nicht nach, ich habe aber letzte Woche, nee, und dann habe ich aber dann und so, sondern eher so von den Kapazitäten her, ich putze jetzt hier einfach mal oder kümmere mich ums Abendessen oder sonst was. Einfach so, dass man sehr sorglos ist, weil man weiß, da ist die andere Person, die auf einen achtet und die Person, da geht es genauso in der Beziehung. Da geht es bei mir auch in erster Linie gar nicht um den finanziellen Aspekt, sondern halt einfach so bodenständig. Also man kann sich halt auch mal in Urlaub leisten zusammen, aber man hat auch viel Zeit mit den Kindern und man hat Zeit für sich und nimmt die sich auch noch. Also zum Beispiel einmal die Woche oder auch alle zwei Wochen, meinetwegen ist Date Night und da haben die Kinder dann auch nichts zu suchen so. Dann ist ein Babysitter da oder die Kinder schlafen bei einer Freundin oder wie auch immer, bei dir dann. Genau. Und so halt, das ist so meine Idealvorstellung. Also man hat in allen Bereichen für alles Zeit und keine Ängste. Ich hätte es schön gefunden, mit einem Partner zusammenzuleben, eine große Wohnung viel Platz zu haben, wo man Zeit zusammen verbringen kann, aber sich auch aus dem Weg gehen kann. Eher auch in Richtung WG als in Richtung klassisches Wohnkonzept. Also zum Beispiel Schlafzimmer kann zusammen sein, aber es wäre schon geil, wenn jeder sein eigenes Wohnzimmer hätte. Stimmt, das meintest du beim letzten Mal schon. Wenn wir zusammenziehen, dann brauchst du dein eigenes Wohnzimmer. Da mach ich keine Abstriche, ob das du bist oder ein Partner bist du. Ja. Ne, genau, also ich weiß einfach, dass ich viel Abstand brauche. Ich bin auch so ein Mensch, wenn ich von der Arbeit gekommen bin und super gestresst gewesen bin, dann darf man mich auch zum Beispiel nicht anfassen oder so. Ich kann mich dann ganz schwer auf Dinge einlassen. So auch wenn mich jemand dann tröstend in den Armen nehmen will, dann bin ich so angespannt, dass ich mich nicht fallen lassen kann und ich möchte dann auch einfach kurz in Ruhe gelassen werden. Das ist zum Beispiel finde ich auch eine Schwierigkeit vom Alleinerziehendsein, weil die Kinder kannst du nicht wegstoßen, sondern dann umarmst du so halbherzig, weil du total überstimuliert bist und bist so, boah, lass mich doch alle in Ruhe so. Und das ist natürlich, das habe ich ja nicht mit den Kindern, weil ich das nervig finde, sondern das habe ich ja in dem Moment mit jedem Menschen. Ich brauche dann meinen Rückzug. So ne. Und genau, dass man einfach den anderen so gut kennt oder auch so gut gekannt wird, dass das nicht missverstanden wird. Dass man nicht was reininterpretiert, was nicht ist, sondern einfach nur, ach, die hat mal wieder schlechte Laune, ist in Ordnung. Kann man doch haben. Das wäre meine Idealvorstellung so gewesen. Das klingt aber aus einer sehr reifen Beziehung, in der man sich einfach extrem gut kennt. Muss auch der beste Freund sein, so finde ich. Großer Anspruch. Ja. Großer Anspruch, ja, aber das muss nicht sein. Also ich bin an dem Punkt, wo ich einfach sage, für mich kommt das gerade nicht in Frage, dass ich, so ich kann nicht weniger haben, weißt du? Ja. Ich will das nicht mehr, ich will keine Kompromisse mehr eingehen. Ich bin aber auch bereit, alleine zu bleiben. Ja. Weil das besser ist als wieder diese Kopfschmerzen zu haben. Ja, das ist besser als jeder andere Kompromiss, ne? Ja, auf jeden Fall. Wie sind wir dahin gekommen? Ich habe dich gefragt, wie deine Idee, meintest du, du hast nicht so die Idealvorstellung so als Kind gehabt, wie ist man dann als Erwachsener oder so? Und dann habe ich dich nach deiner Idealvorstellung in Beziehung oder? Ja, so mit den Trennungen und Alleinerziehendsein und ständiges Funktionieren, also halt tatsächlich nicht diesen Rückzug auch mal bekommen, den man braucht. Aber mittlerweile bin ich auch in Therapie, na seit über einem Jahr und das tut mir natürlich gut. Und ich denke auch immer so, dass mir diese ganzen Zusammenbrüche so ein bisschen geholfen haben und dieses Krisen überwinden auch sehr viel an Reife gegeben hat, so dass ich mich einfach entwickeln konnte, entfalten konnte, so ein bisschen. Ja, das glaube ich auch, dass Krisen auf jeden Fall helfen, dazu beitragen, sich stark zu entwickeln, ist so ein bisschen wie so ein, na wie soll ich sagen, so ein Pressure Cooker, mir fällt das deutsche Wort gar nicht ein, wo du halt so ein Hühnchen, so eine Hühnersuppe, die eigentlich drei Stunden braucht. Ein Schnellkochtopf. Genau, das war das Wort. Also ich glaube eine Krise ist eine Art Schnellkochtopf, wo man sich einfach, wo man komplett umdenken muss, neu anpassen muss, dadurch sich natürlich auch ganz stark entwickelt. Das ist ein tolles Bild. Ja, es ist natürlich auch schmerzhaft, also das muss man schon auch sehen. Also auf der einen Seite denkt man super, das habe ich jetzt so schnell gelernt, auf der anderen Seite denkt man boah fuck, aber der Grund warum ich das gelernt habe, den will ich eigentlich niemandem, wünsche ich niemandem. Ja, man steht ja auch bei so einer Krise irgendwie so am Abgrund, ne? Man steht am Abgrund und denkt sich jetzt zerbricht alles, jetzt geht alles kaputt, jetzt ist alles vorbei. So und wenn du es daraus schaffst, dann nimmst du einfach unglaublich viel mit in dem Moment und wie du schon sagst, auf eine ganz schnelle Art und Weise. Kommen wir mal zurück zu dir. Bist du denn die coole 30-jährige mit Locken, riesigen Kreolen und dem Lederrock geworden? Nein, ich bin gar nicht mutig genug. Schade. Oder ich meine, ist ja jetzt auch schon ein paar Jahre her, dass ich 30 war, aber ich, nee, da war ich ja gerade zwei Jahre Mama, da steckte ich in so ganz anderen Themen drin. Das war auch eine Neufündungsphase, ne? Ich habe neulich auch gelernt, dass sich das Gehirn auch noch mal wie in der Pubertät komplett umbaut, wenn man Mutter wird. Ich dachte so, ah, irgendwie gehen wir jetzt einige Lichter auf. Ja, ich habe halt manchmal, also bin ich die, nee, bin ich nicht natürlich, hat einfach komplett verklärte Vorstellungen als Fünftklässlerin. Weiß ich gar nicht. Die ein bisschen romantischer sind, glaube ich, als das, was dann in der Realität passiert. Aber ich habe trotzdem so im Allgemeinen manchmal so eine ganz romantische Vorstellung davon, wie ich mein Leben leben würde. Manchmal ist es so, ja, wie würde mein Leben aussehen, wenn ich kein Kind hätte? Also da muss ich zugeben, da komme ich gar nicht hin. Das schafft meine Vorstellungskraft irgendwie nicht. Das weiß ich nicht, wie das aussehen würde einfach. Aber dann habe ich trotzdem manchmal, es gibt ja so eine so eine verklärte Logik von wegen, ja, wenn ich den und den Job habe, dann fühle ich mich da so und so. Und dann habe ich Energie für Sport. Dann habe ich das Geld und die Energie nur noch im Bioladen einkaufen zu gehen, nur noch frische Beeren und Früchte zu essen und so. Also so eine komische Vorstellung habe ich dann manchmal, wo ich dann, wenn ich mal eine längere Pause habe, die hatte ich ja zum Beispiel Anfang Januar, auch merke, ja, also rein theoretisch könnte ich dieses diese Sportutopie ja mal durchziehen, aber das hält bei mir halt am Ende auch nie länger an als, also drei Monate max. Danach falle ich immer wieder raus aus meiner wunderbaren, neuen, schön erdachten, romantisierten Routine. Was glaubst du, woran liegt das? Also vielleicht, was dieses ganze Thema ein Kindhaben jetzt plötzlich mit dir gemacht hat so. Ich frage mich halt dann, ob ich die wirklich machen will oder ob ich nicht einfach nur eine romantisierte Vorstellung davon habe, dass ich sie machen will und dann was mein Ziel auch damit ist und so. Es ist ja oft auch so, man fängt mit etwas an, man versucht es in den Alltag zu integrieren und auf einmal ändert sich der Alltag. Also, ja das stimmt ja. Zum Beispiel oder man hat Routinen im Alltag entwickelt, auf einmal hat man Urlaub, ist jetzt auch nicht so eine plötzliche Sache, aber du fährst dann in Urlaub und auf einmal bist du aus diesen Routinen einfach wieder draußen. Also es gibt immer irgendetwas, was mich aus meinen erschaffenen Routinen rauskickt. Und es kostet mich extrem viel Kraft und extrem viel Energie da wieder hinzukommen und nicht nur Energie und Kraft, sondern auch manchmal sehr viel Zeit. Also, weiß nicht, ich habe das mal eine Weile beobachtet oder irgendwann gab es den Punkt, wo ich festgestellt habe, ah ja, immer im März ungefähr, fange ich an mit irgendeinen Sportkurs zu kaufen. Das gab es mal so drei Jahre hintereinander, den ich dann, eine Ahnung, immer für einen bestimmten Zeitraum durchgezogen habe. Das ist ja die Frühjahrsmotivation. Ich habe aber auch schon mit dem Zyklus gebrochen. Im letzten Jahr habe ich den, glaube ich, oktober, november, weiß ich nicht, aber auf jeden Fall früher gekauft. Das war auch eine Zeit vor Weihnachten und so. Jetzt stand ich im Januar, Februar wieder da und habe das gleich, dass ich mich da wieder rausgekickt habe, so Sachen durchziehen und zu Ende bringen. Also das ist so die Utopie, die ich dahinter habe, so dass ich mich ganz toll und wohlfühle, wenn ich Sachen durchziehe, wenn ich nur einen guten und akkuraten Plan habe. Den habe ich dann natürlich auch. Also einen super tollen Wochenplan, wo ich erstens weiß, wann ich esse, wo ich weiß, wann jeder zu sein hat, wo ich meine Termine gut kenne und alles richtig gut eintakte und plane, wo meine Sportroutine mit dabei sind und so, wo ich natürlich auch einen abgefahrenen Smoothie-Mixer habe, der tausende von Euro gekostet hat, der aus Steinen quasi irgendeine Creme herstellen kann und so. Ja, das ist schon, glaube ich, eine krasse Romantisierung und auch, ja ich frage mich, ob das so ein bisschen so eine Werbe gebrainwashed ist, so, ne? Also auf jeden Fall durch Social Media. Immer rasierte Beine, so nach dem Motto. Ja, aber das ist doch gar nicht, also jetzt gerade, wo du meintest, immer rasierte Beine, das ist doch gar nicht mehr in deiner Idealvorstellung, oder? Oder doch? Weil das ist für mich nochmal was anderes, als sich gesund ernähren und Sport machen und Bio-Lebensmittel einkaufen und gesund kochen und backen. Ja, da zählt natürlich aber auch mit rein, dass ich mich schön fühle, dass ich immer gut aussehe, dass ich natürlich auch Geld habe, dass ich vielleicht am besten noch eine Haushälterin habe, die meine Wäsche wäscht. So einfach nur zu sein, also oder ja einfach eine Assistentin, die mein Leben managt. Einen männlichen Assistent. Ist mir egal, welches Geschlecht, ja wirklich. Also das ist, wenn ich diese, meine sehr romantische Vorstellung, wenn ich da ganz tief reingehe und ganz tief bohre und vielleicht auch mal überlege, gut, was habe ich mir vor acht Jahren mal vorgestellt und gewünscht und so. Das ist so the big picture. Jetzt für jetzt nein, natürlich will ich im Driver's Seat sitzen. Also. Und was, wenn du jetzt so ganz klare Ziele konkret jetzt benennen müsstest für die nächste Zeit, so was wünscht du dir? Was müsste noch passieren, dass dein Leben sich erstmal gut und wirklich in trockenen Tüchern anfühlt? Oder ist das jetzt gerade schon? Ja, ich habe auch gedacht, also ich glaube, ich glaube da ist es eigentlich gerade. Also ja, ich habe noch ein paar offene Themen, die ich aus den vergangenen beiden Jahren jetzt so mitnehme, sag ich mal. Aber dadurch, dass ich jetzt den Job habe, den ich aktuell habe, ich meine, das ist ja auch nicht zu 100 Prozent sicher, dass das jetzt auf ebis so bleibt. Aber genau, also das hat auf jeden Fall schon mal zu einer sehr großen Stabilität beigetragen. Ja, das glaube ich. Deswegen fühle ich mich halt noch so ein bisschen so, als ob ich auf der Stelle treten würde, obwohl das super gut vorangeht bei mir. Also ich merke zum Beispiel, dass ich mich einfach sehr gut entwickle durch die Therapie und dadurch, dass ich einfach Zeit habe jetzt für die Kinder und jetzt gerade nicht arbeiten muss und dann auch, dass die Mutter-Kind-Kur im September dann stattfinden wird und so. Das sind ja alles super gute Punkte, die hoffentlich dazu beitragen, dass ich stabilisiert durch den Alltag gehen kann, wenn ich wieder einen Job habe. Aber dass ich jetzt gerade keinen Job habe, das fängt jetzt schon langsam an in mir zu kribbeln, so weißt du. Ja. Ich habe das Gefühl, ich habe mich jetzt gerade so gut entwickelt, mental auch, dass wenn ich jetzt noch länger arbeitslos bleibe, dann ist es alles irgendwie komisch. Meinst du, dann fühlst du dich dazu wohl irgendwann? Nee, ich habe das Gefühl, ich fühle mich unvollkommen. Ich habe gar nicht, also ich habe von Anfang an sehr schnell gemerkt, dass ich ein bisschen Angst davor habe, wieder arbeiten zu gehen, weil ich gemerkt habe, dass der Alltag mit den Kindern und so was und der Haushalt, dass es zwar besser geworden ist zu organisieren, aber trotzdem ist es noch nicht perfekt. Und ich frage mich die ganze Zeit, wie habe ich das eigentlich geschafft mit der Arbeit und den Kindern? Perfekt ist auch so ein krasser Anspruch. Ja, ich glaube, ich weiß für mich selber, wie perfekt zu sein, also was für mich perfekt ist, weißt du? Jetzt nicht perfekt im Sinne von wirklich alles muss akkurat und immer geputzt sein und so was, aber so, dass man alles unter einen Hut kriegt. So, das ist meine perfekte Vorstellung und ich glaube, ich bin an einem Punkt, wo ich austesten würde gerne. Wenn ich jetzt wieder arbeite, klappe ich dann wieder unter der Last zusammen oder kriege ich diesmal alles unter einen Hut, weil ich mich gut entwickelt habe und gut an mir gearbeitet habe und weil ich mich mehr sortieren und organisieren kann? Und das ist was, was mich jetzt gerade so ein bisschen beschäftigt und auch natürlich, was möchte ich dann machen? Klingt so, als wärst du irgendwie ready. Ja, ein bisschen brauchst du noch, glaube ich. Aber ich habe das Ding mit der Utopie auch oft. Bei mir ist das aber gar nicht so konkret. Also ich weiß zum Beispiel, dass ich ultra gern einfach viel Geld hätte, sodass ich nicht unbedingt arbeiten müsste, sondern dass ich immer irgendwelche tollen Projekte machen könnte. Etwas, was mir irgendwie Herzensanliegen sind und was mir einfach Spaß macht oder auch einfach so ein kleines Atelier, wo man Kunst macht zusätzlich noch und dass man halt sich nicht Gedanken machen muss oder ein halbes Jahr auf einen Urlaub sparen muss. Sowas hätte ich schon gerne. Also einfach diese komplette finanzielle Absicherung und schon ein bisschen darüber hinaus. Also so wohlhabend zu sein wäre schon geil und in meiner Idealvorstellung halt auch nicht in einem klassischen Arbeitsverhältnis zu sein. Und ich stelle mir dann immer vor, dass das Leben dann automatisch viel leichter wäre. Ja, ja, das ist eben das. Dass ich auch viel besser aussehen würde und dass alles, also weißt du, dass meine Kinder nicht mehr meckern würden. Aber es ist ja gar nicht so. Das ist ja voll Quatsch. Ja, aber genau das meine ich. Das ist so ein Grundgefühl. Das ist so eine Sehnsucht. Ja. Nach Leichtigkeit, nach Sorglosigkeit, nach... Ja, ich fühle mich mit Prenz, ob ich noch nicht so ganz erwachsen geworden bin. Ich habe das Gefühl, erwachsen sein steht mir gar nicht. Ich werde zu so einem ganz komischen, viel zu ernsten, nervigen irgendwas. Ich kann es nicht genau sagen, weil ich einfach glaube, dass ich noch nicht so richtig erwachsen bin. Ja, das habe ich ja auch nicht, das Gefühl. Aber ich habe das Gefühl, ich musste mal so tun. Und das war schon nervig. Also für alle Beteiligten auch. Ich stelle mir immer vor, erwachsen sein ist so wissen, was man will. Ja, stimmt. Und vielleicht bin ich jetzt an dem Punkt, dass ich einfach weiß, was ich nicht will und das ist schon mal gut. Das ist schon mal viel wert. Ja, sehr wertvoll, das stimmt. Ja. Ja, erwachsen sein ist halt auch, du hast so viel mit Verantwortung. Verantwortung tragen und zu tun, als ob es leicht wäre, das ist mein Eindruck von erwachsen sein. Ja. Ich glaube, wir sind erwachsen, aber es fällt uns so schwer. Ja, das stimmt. Ich habe auch eher das Gefühl, dass du erwachsener bist als ich. Du weißt immer so viele Sachen. Ich finde das bei dir. Ich denke bei dir immer so, du bist so erwachsen. Letztens habe ich noch zu dir gesagt, ich finde das immer so krass. Ich mache eine Suppe warm und du sagst so, ach, wollt ihr vielleicht noch alle so Würstchen dazu haben und auch so zu den Kindern und dann sagt einer so ja oder zwei. So ja, okay, dann gehe ich noch mal eben zum Supermarkt und ich denke so, wie kann man sich so aufraffen und das einfach machen und so eine Klarheit dahinter haben, dass man jetzt einfach so die Dinge macht. Ich wollte Würstchen und eine heimliche Raucherpause. Es ist so mega erwachsen, dass du einfach in den Supermarkt losgehst. Nee, ich habe dir natürlich meinen Vorteil daran gesehen. Okay, aber auch schon erwachsen von dir, dass du nicht vor deinem Kind raus, sondern dann losgehst, um deine Zigarettenpause zu machen. Ich versuche es. Oder auch so mit Süßigkeiten. Ich denke mir dann immer so bei meinen Kindern, ja, dann isst doch Süßigkeiten, weil ich esse ja auch die ganze Zeit Süßigkeiten wie so ein Kind einfach. So, werd erwachsen. Ich bin noch so unfertig, was auf meine eigenen Bedürfnisse auch mal verzichten angeht, weißt du? Also ich bin da so ein bisschen kindlich noch. Ich möchte immer meine Bedürfnisse alle erfüllt haben, aber ich habe ja Kinder. Das geht ja gar nicht. Ja, also genau, das ist nämlich das Delta, wenn man es so erfüllen muss. Aber ich glaube eigentlich, dass das gesund ist, wenn man seine eigenen Bedürfnisse erfüllt haben will. Das ist ja eher für mich tatsächlich eine Schwierigkeit. Ich weiß oft meine eigenen Bedürfnisse nicht und dann gucke ich, okay, was sind die von den anderen? Und wenn die es auch nicht wissen, dann muss ich mir irgendwas ausdenken. Das fällt mir richtig durch schwer. Ja krass. Ja, aber das oberste Bedürfnis, hauptsächlich mein Bedürfnis ist schlafen. Sehr, sehr oft. Oder tanzen. Aber ich glaube, ich muss anfangen jetzt in die Karaoke Bar zu gehen. Ja, das. Und wir haben ja in der letzten Folge auch schon festgestellt, dass du dir zu wenig Freiräume einräumst. Ich glaube, das ist auch cool, dass du jetzt Ende der Woche dich auch mal verabredet hast und weißt du, dass du was für dich machst mit einer Freundin, irgendwo auf dem Open Air gehen, das ist auch richtig nice. Und ja, ich glaube, wir sind auf einem sehr guten Weg. Wir entwickeln uns beide stetig und wir lassen so die Dinge gut hinter uns, die uns schaden. Und das ist schon mal eine sehr, sehr gute Stufe, die wir erreicht haben. Ja, also Neuanfang, indem man loslässt. Ja, ja loslassen ist echt wichtig. Ja, also wir sind glaube ich so weit durch mit dieser Staffel. Und ja, ich fand die Folge wieder sehr angenehm und sehr interessant auch. Und wir würden uns wirklich freuen, wenn sich der eine oder andere oder die eine oder andere meldet bei uns und vielleicht Bock hat auf ein kleines Interview. Gerne auch diverse Personen mit Kindern. Ja, sehr, sehr gern. Vielleicht auch ein Paar, also dass man als Paar mit Kind irgendwie zu uns in die Sendung kommt und wir uns einfach mal ein bisschen unterhalten, wie das so ist, so als Kontrast. Es klingt in die Sendung, will ich sagen. Ich habe gerade gedacht, es klingt so voll altertümlich. Warum habe ich das so komisch gesagt? Wir haben eine Sendung, wir sind richtig krass. Wir sind so krass, wir nehmen immer im Bett auf, weil da der Christ ins Bett steht. Okay, wir sind ein bisschen gackerig heute, aber es hat auch einfach ultra viel Spaß gemacht. Ja, und wir freuen uns von euch zu hören. Ja, und wir freuen uns darauf, ein paar Interviews zu führen. Auf jeden Fall. Ich glaube, es wird irgendwie Zeit. Hab ich Bock. Ja, es wird Zeit. Für einen weiteren Entwicklungsschritt. Also macht's gut. Macht's gut. Wenn ihr wissen wollt, wie unsere Story weitergeht, wenn ihr uns auf unserer Reise begleiten wollt und hören möchtet, wie wir mit all dem umgehen, dann bleibt unbedingt dran. Abonniert den Podcast, aktiviert die Glocke und verpasst keine Folge von MAMES ON THE EDGE. Uns hört ihr wöchentlich auf allen gängigen Podcastplattformen. Und an alle Mamas da draußen, ihr seid nicht allein. Wir hören uns.

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